EHC Basel nach Sieg gegen Thun auf Kurs

Jan
14
2017
Saison
EHC Basel nach Sieg gegen Thun auf Kurs
Gerd Gruendl
EHC Basel/KLH
2:1
(1:0 1:0 0:1)
EHC Thun

In einem von Intensität, Härte und Spannung geprägten Spiel mit 74 Strafminuten und vier Spieldauerdisziplinarstrafen gewann der EHC Basel auch das dritte Spiel unter dem neuen Trainergespann mit 2:1 gegen den EHC Thun.  

„ Heute haben beide Mannschaften alles gegeben und sind voll gegangen. Solche Spiele brauchen wir um unsere Ziele zu erreichen“, so ein erschöpfter, aber glücklicher Rony Spreyermann nach dem Spiel.“ Das Spiel war so intensiv, da ist man gegen Schluss konditionell an die Grenze gegangen.“ 

Tatsächlich ging es mit dem ersten Puckeinwurf von Schiedsrichter Balz zur Sache. Zunächst hatte Thun optisch etwas mehr vom Spiel. Je länger das Startdrittel dauerte, kam jedoch das Heimteam, dass mit drei Junioren angetreten ist (Rohrbach, Cueni, Gusset), besser in die Partie. Nachdem zuvor Wüthrich und Spreyermann nur die Torumrandung trafen, konnte Spreyermann nach rund 15 Minuten die erste Powerplaymöglichkeit zum Führungstreffer abstauben. 

Thun brachte nun im Mitteldrittel  mehr Härte ins Spiel. Basel hielt dagegen. Vermehrt  kam es zu Provokationen und Nicklichkeiten. Damit rückte auch Schiedsrichter Balz immer mehr in den Mittelpunkt. Mit „Nulltoleranz“ versuchte er die Gemüter zu disziplinieren, was ihm jedoch nicht gelang, im Gegenteil. Vier Spieler, darunter Voegelin und Mombelli schickte er unter die Dusche.  In den verschiedenen Über- und Unterzahlsituationen zeigten die Basler aber, dass sie sich gegenüber der ersten Saisonhälfte erheblich verbessert haben. Das Powerplay sieht nun auch wie ein Powerplay aus, wie auch  der zweite Treffer durch Tuffet unter Beweis stellt. Auch das Boxplay war ein Erfolgsgarant. Ausser dem Anschlusstreffer durch bei Bärtschi bei 5 gegen3 verteidigten die Basler in Unterzahl intelligent und offensiv, sodass vor Osterwalder selten Gefahr herrschte. Und wenn, dann stand da ein Torhüter in überragender Form. So brachte Basel den knappen Vorsprung über die Zeit. Den dritten Treffer für Basel ins leere Thuner Tor kam 2 Sekunden zu spät. 

Die Basler Mannschaft verdiente sich den Sieg mit einer sehr guten Defensivleistung aller Spieler und tadellosem Einsatz. Für Rony Spreyermann eine Bestätigung der Trainings: „ In den letzten zwei Wochen haben wir viel auf die Defensivarbeit geschaut. Dies wird in den Spielen im Moment super umgesetzt. Jeder will sich in den Schuss legen, was vorher nicht immer der Fall war. Jeder weiss, in welcher Situation er wie reagieren muss.“ Spreyermann bestätigt dabei, dass Reto Gertschen und Oli Schäublin frischen Wind reingebracht haben. „ Das ist so, liegt aber nicht am früheren Trainer-Duo, das nun nicht mehr da ist. Vielmehr hat das Team nun gemerkt, dass es dem Verein extrem ernst ist, den vierten Platz zu erreichen. Es wird alles daran gesetzt, dieses Ziel zu erreichen.“ Damit dies gelingt, ist der EHC auch auf einen treffsicheren Stürmer wie Speyermann angewiesen.“ Ich hatte eine Durststrecke und habe mir für dieses Jahr viel vorgenommen. Seit zwei,drei Spielen läuft es besser.“ Seine Wahl zum Bestplayer an diesem Abend hat dies bestätigt.

Das nächste Spiel bestreitet der EHC am nächsten Mittwoch in Lyss, bevor es dann am Samstag den 21. Januar um 20:15 Uhr gegen den EHC Zuchwil Regio geht.


EHC Basel/KLH- EHC Thun 2:1 (1:0, 1:0, 0:1) 
St. Jakob Arena – 644 Zuschauer. 
Schiedsrichter: Jung Balz; Martin Zimmermann, Nicola Cantamessi

Tore: 15. Spreyermann (Mombelli, Voegelin) 1:0.  31. Tuffet (Fröhlicher, Wüthrich) 2:0. 50. Bärtschi (Schlapbach, Reymondin) 2:1.
Strafen: 13 mal 2 Minuten, 1 mal 5 Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe (Voegelin), 1 mal 10 Minuten und Spieldauerdisziplinarstrafe (Mombelli), 10 Minuten Disziplinarstrafe (Gfeller)  gegen Basel. 9 mal 2 Minuten, 2 mal 5 Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe (Kohler, Lüthi) gegen Thun. 

EHC Basel: Osterwalder; Fröhlicher, Cederbaum; Gfeller, Fluri; Maurer, Gusset, Maurer; Bichsel, Müller;  Pfennich, Wüthrich, Voegelin; Guantario, Rohrbach, Tuffet; Cueni, Cola, Fritz; Zinkl, Spreyermann, Mombelli; Headcoach: Reto Gertschen; Ass.- Coach: Oli Schäublin.

EHC Thun: Küenzi; Keller, Studerus; Hebeisen, Keller; Kohler, Weber; Kaufmann; R. Lüthi, Rossel, Boss; Schlapbach, Reymondin, Bärtschi; Joch, Allemann, Neff; Steiner, F. Lüthi.
Headcoach: Christoph Schenk; Ass.- Coach: Andy Keller.

Bemerkungen: 5. Lattenschuss Wüthrich (BS); 15. Pfostenschuss Spreyermann (BS); 58. Timeout (BS).
Torschüsse: Basel: 17 Thun: 34  (8:12, 7:12, 2:10).
Bestplayer: Rony Spreyermann (Basel); Michael Bärtschi (Thun).
Basel ohne Schnellmann, Lenz, Asal, Morand, Keller, Morand.

Rangliste 15.01.2017
Brandis 23/53
Thun 23/46
Basel 24/41
Wiki-Münsigen 23/39
Zuchwil 24/38
Bellinzona 23/37
Burgdorf 23/34
Lyss 23/33
Argovia Stars 24/28
Unterseen-Interlaken 24/20
Adelboden 24/18