Letztes Heimspiel gegen Wiki

Feb
07
2017
Saison
Timothé Tuffet
Christoph Perren
EHC Basel/KLH
4:3 n.V.
(1:1 0:0 2:2)
EHC Wiki-Münsingen

Hauptprobe für den EHC Basel geglückt.

Der EHC Basel besiegt zum Abschluss der Qualifikationsrunde den EHC Wiki-Münsingen dank drei Toren von Timothé Tuffet mit 4:3 nach Verlängerung.

Die knapp 1000 Zuschauer in der St. Jakob Arena sahen sich bei diesem Spiel an den Spielfilm „und täglich grüsst das Murmeltier“ erinnert. Oft  wiederholte sich das Spielgeschenen, sodass auch Matchwinner Timothé Tuffet nach der Partie das Spiel als  „un match un peu bizzare“ bezeichnete.

Basel spielte anfangs sehr dominant. Die Spieler waren stets in Bewegung und auch kämpferisch bereits im Playoff-Modus unterwegs. Das einzige Manko war, aus den vielen Möglichkeiten zu wenig Profit gezogen zu haben. Wiki-Münsingen kam im ersten Drittel zu fast keinen Chancen. Der einzige Treffer gelang Tuffet, nachdem er von rechts mit einem schönen Pass von Wüthrich bedient wurde. Als Tuffet dann mit einer 2 mal 2 Minuten auf die Strafbank geschickt wurde und sich auch noch Schnellmann dazu gesellte, nutzten die Berner die doppelte Überzahl zum Ausgleich aus. 

Im Mitteldrittel waren nun die Berner aktiver und kamen ihrerseits zu guten Möglichkeiten, verpassten jedoch in Führung zu gehen. Die Basler hielten jedoch hielt dagegen und stemmten sich gegen den drohenden Rückstand. Auch dank Damian Osterwalder im Tor der Basler verlief dieses Drittel torlos.

Das Schlussdrittel hatte es dann in sich. Zunächst ging Basel schnell in Führung. Es war  wieder Tuffet, der einen Rohrbach-Pass von rechts auf die gleiche Art wie beim 1:0 verwertete. Die Chance zu erhöhen hatte kurz darauf Voegelin, der jedoch mit seinem Penalty an Goalie Vock scheiterte. Eine Aktion später wurden dann Gfeller (2 mal 2) und Fluri (1x 2 Minuten) auf die Strafbank geschickt. Wieder nutzte Wiki die doppelte Überzahl zum Ausgleich. Basel liess sich jedoch nicht unterkriegen und spielte weiter nach vorne. Eine schöne Kombination schloss Mombelli zum abermaligen Führungstreffer ab. Doch wieder hatte Schiedsrichter Thomas Aegerter etwas gesehen, respektive die Schwalbe eines Gästespielers übersehen. Da Schnellmann verständlicherweise dies nicht wahrhaben wollte, wanderte auch er 2 mal 2 Minuten auf die Strafbank. Die vier Minuten Überzahl reichte Wiki  abermals den Ausgleich zu erzielen. Dies war dann auch Leandro Gfeller zuviel, sodass er für die restliche Spielzeit auf die Strafbank verbannt wurde. 

Basel wollte aber den Sieg unbedingt und kam kurz vor Schluss durch Cola  nochmals zu einer grossen Möglichkeit, als der Torhüter praktisch schon ausgespielt war“. So musste die Verlängerung entscheiden. Nachdem zuvor Wiki nur den Pfosten traf, wurde Tuffet unsanft von den Beiden geholt. Den fälligen Penalty verwertete er  zum verdienten Sieg und krönte damit seine tolle Leistung.

Für Timothé Tuffet war der Sieg heute das wichtigste und er war froh mit drei Toren dazu beigetragen zu haben. Er fand es zudem sehr schade, „dass der Schiedsrichter jedes Wort sofort mit einer Strafe belegte.“ Am Schluss waren es 4 mal 2 plus 1 mal 10 Minuten wegen Reklamieren (unsportliches Verhalten). Es war für ihn trotzdem  ein„ guter Test“ für die am Samstag beginnenden Playoffs und er war froh, dass die Mannschaft nach der letzten klaren Niederlage gegen Wiki (0:8) „eine Reaktion“ gezeigt hat.

Gegen den kommenden Gegner Zuchwil wurden in der Qualifikation alle drei Spiele knapp verloren, obwohl man dabei nicht die schlechtere Mannschaft war. Tuffet sieht hier kein Problem für sein Team: „ Die Saison ist jetzt beendet und ab sofort fängt eine Neue an.“

Der EHC Basel spielt nun am Samstag zunächst auswärts in Zuchwil. Die nachfolgenden Spieltermine sind: Di, 14.2 in Basel; Do, 16.2 in Zuchwil; Sa, 18.2. in Basel (evtl.); Dienstag, 21.2. in Zuchwil (evtl.)
Die bisherigen knappen Resultate sowie die fast gleiche Punktzahl lassen ausgeglichene und spannende Spiele erwarten. Für Basel wird dabei auch wichtig sein die Lehre aus der heutigen Partie zu ziehen. Noch disziplinierter zu werden und Entscheide der Unparteiischen „wortlos“ zu akzeptieren, so schwierig dies auch sein mag. 

EHC Basel/KLH- EHC Wiki-Münsingen 4:3 n.V (1:1, 0:0, 2:2) 
St. Jakob Arena – 904 Zuschauer. 
Schiedsrichter: Thomas Aegerter; Dominik Bichsel, Robin Feuz
Tore: 10. Tuffet (Wüthrich, Guantario) 1:0; 19. Bruni (Studer, N. Kormann) 1:1; 43. Tuffet (Rohrbach, Schnellmann) 2:1. 45. Baumgartner ( Reber) 2:2. 49. Mombelli (Spreyermann, Guantario) 3:2. 52. Baltisberger 3:3. 62. Tuffet 4:3.
Strafen: 12 mal 2 Minuten und 1 mal 10 Minuten (Gfeller) gegen Basel; 6 mal 2 Minuten gegen Wiki. 
 
EHC Basel: Osterwalder (ET Gass); Fröhlicher, Cederbaum; Gfeller, Fluri; Schnellmann, Maurer; Asal, Lenz;  Pfennich, Wüthrich, Voegelin; Guantario, Cola, Tuffet;  Rohrbach, Spreyermann, Mombelli; Cueni, Müller, Fritz. Headcoach: Reto Gertschen; Ass.- Coach: Oli Schäublin.

EHC Wiki-Münsingen: Vock (ET Brunner); Dällenbach, Steiner; Pianta, Gerber; M. Marolf, K. Marolf; Bruni, N. Kormann; Läderach, Hofstetter, Pauli; Beutler, Dubach, Gerber; Baltisberger, Baumbartner, Reber; C. Kormann, Wenger, Studer Headcoach: Stefan Gerber; Ass.-Coach: Daniel Blaser.

Bemerkungen: 44. Penaltyfehlschuss Voegelin; 35 Latten - und 61. Pfostenschuss Wiki
Torschüsse: 24:25  (9:6, 3:9, 9:9 ,3:1)
Bestplayer: Timothé Tuffet (Basel); Christian Reber (Wiki)  
Basel ohne Gusset, Zinkl, Morand, Keller, Bichsel.

Rangliste: 1. Brandis 29/71. 2. Thun 30/57. 3. Wiki-Münsingen 30/55. 4. Zuchwil 30/50. 5. Basel 30/49. 6 Burgdorf 29/46. 7. Bellinzona 30/43. 8. Lyss 29/42. 9. Argovia Stars 30/33. 10. Adelboden 29/22. 11. Unterseen-Interlaken 30/21.