MySports League: EHC Basel/KLH - EHC Chur Capricorns

Okt
24
2017
Saison
EHC Basel - EHC Chur 3:1
C.Perren
EHC Basel/KLH
3:1
(1:0 0:1 2:0)
EHC Chur Capricorns

EHC Basel zeigt tolle Reaktion und schlägt Chur mit 3:1

 

In einem guten und spannenden Spiel setzt sich der EHC Basel gegen den EHC Chur mit 3:1 durch. Gegenüber dem letzten Spiel in Neuenburg zeigte sich das Basler Eishockeyteam dabei in allen Belangen stark verbessert.

 

Da Headcoach Reto Gertschen an einer starken Erkältung leidet, übernahm sein Assisent Michael Eppler den Lead. Assistiert wurde er von Sportchef Oli Schäublin. Wieder dabei gegenüber dem letzten Spiel war Joshua Schnellmann. Dafür fehlte Thomas Kohler im Aufgebot.

 

Beide Mannschaften fanden flott in die Partie, wobei Basel zu Beginn durch Schnellmann, Brügger und Voegelin die besseren Möglichkeiten hatte. In der 10. Minute startete Guerra mit einem Solo über das ganze Eis und reüssierte Backhand zum verdienten Führungstreffer. Nur eine Minute später verhinderte Churs Torhüter Sarkis mit einer Glanzparate einen Abschluss von Puntus. Gegen Ende des ersten Drittels hatte auch Chur ein paar gute Chancen. Dabei zeigte Basels Schlussmann Osterwalder in der 17. Minute gegen Lampert einen ersten „Big Save“.

 

Zu Beginn des Mitteldrittels hatte Churs Topscorer Rexha zwei Ausgleichschancen. Auf der anderen Seite Sandro Brügger mit seinen zahlreichen und guten Schüssen ebenfalls. Die Churer zeigten sich in dieser ausgeglichenen Partie dann gefährlich, wenn ihren Stürmer in den Schnittstellen angespielt wurden. Das 1:1 nach 31. Minuten durch Scherrer war daher nicht unverdient. Mitte des Spiels hatte dann Leandro Gfeller einen Blackout, als er die Provokation eines Bündner Spielers mit einem „leichten“ Kopfstoss quittierte und dafür vom Schiedsrichter mit 5 Minuten plus Matchstrafe hart bestraft wurde. In den fünf Minuten in Unterzahl zeigten die Basler unbändigen Willen und die Leidenschaft kein Tor kassieren zu wollen, was dann auch dank etwas Glück und Torhüter Osterwalder gelungen ist. Dies war sehr wichtig, hätten doch ein oder zwei Gegentore die Partie in eine andere Richtung drehen und vorentscheiden können. So „überlebte“ Basel das Mitteldrittel ohne Rückstand.

 

Im Schlussdrittel suchten beide Mannschaften das Siegestor. Die klareren Möglichkeiten hatte dabei Basel unter anderem mit Schüssen an die Torumrandung durch Vogt und Gurtner. Daher war der Führungstreffer durch Rohrbach, mit einem Schuss zwischen den Beinen von Sarkis hindurch, verdient. Vogt und Giacinti hätten kurz danach mit ihren Abschlüssen eine Vorentscheidung herbeiführen müssen, Sarkis hatte was dagegen. In den letzten Minuten der Partie, teilweise nochmals in Unterzahl, brauchte es nochmals Basels Torhüter, der den abermaligen Ausgleich der Bündner mit teils spektakulären Glanzparaden verhinderte. Als Chur ihren Torhüter durch einen 6. Feldspieler ersetzte, gelang Basel durch Guantario 12 Sekunden vor der Sirene das erlösende 3:1.

 

Der stellvertretende Headcoach Michael Eppler zeigte sich nach der Partie zufrieden, da die Mannschaft das umgesetzt, was er vor der Partie verlangt hatte und sich damit belohnt hat: „ Konsequent auf den Körper spielen, einfach spielen, vor das gegnerische Tor gehen und Schüsse haben.“ Auch beim Powerplay sieht er Vorschritte, obwohl heute kein Treffer in Überzahl gelang „sind auf dem richtigen Weg“. Die fünf Minuten in Unterzahl ohne Gegentor im Mitteldrittel sieht Eppler als Matchentscheidend:“ Das ist der Schlüssel gewesen, dass wir unser „Penaltykllling“ durchziehen und dicht halten konnten.“

 

Obwohl es heute einen guten Damian Osterwalder im Basler Tor gebraucht hat, war der Erfolg für ihn „ eine Teamleistung, wo man einen Schritt vorwärts gemacht und jeder eine super Leistung gebracht hat. Da Chur den Sieg auch wollte, war es umso wichtiger gewesen, dass jeder 60 Minuten parat war und gekämpft hat.“ Auffallend bei Basel in dieser Saison ist die fehlende Konstanz. „ Wir haben ein junges Team und brauchen daher sicher noch Zeit. Es braucht bei uns daher vielleicht auch wenig, damit wir aus unserem „Gameplan“ fallen. Daher wollten wir heute unbedingt eine gute Leistung zeigen, um nicht in eine Negativspirale zu kommen. Ich denke, das ist uns gelungen und somit können wir auch mit viel Selbstvertrauen ins nächste Spiel starten.“

 

Dieses Partie findet am Samstag, 28. Oktober um 20:15 Uhr zu Hause gegen den EHC Bülach statt.

 

EHC Basel – EHC Chur 3:1 (1:0, 0:1, 2:0) – 530 Zuschauer
Schiedsrichter: Fabrice Fausel; Sandro Baumgartner, Micha Wittwer
Tore: 10. Guerra (Maurer, Puntus) 1:0. 31. Scherrer (Bossi, Stieger) 1:1. 49. Rohrbach (Brügger, Maurer) 2:1.60. Guantario 3:1.

Strafen: 8 mal 2 plus 1 mal 5 plus Matschstrafe (Gfeller) gegen Basel; 6 mal 2 Minuten gegen Chur.
Torschussverhältnis: 36:47 (18:13, 6:18, 12:16)
MS Bestplayer: Rohrbach (BS); Rexha (C)
Bestplayer Spiel: Guerra (BS); Sarkis (C)
Bemerkungen: 47. Pfostenschuss Vogt; 48. Pfostenschuss Gurtner; 59. Timeout Chur.


EHC Basel: Osterwalder (ET: Gass); Maurer, Guerra; Gfeller, Gurtner; Isler; Ast; Ustsimenka, Hagen; Giacinti, S. Brügger, Tkachenko; Voegelin, Vogt, Schnellmann; Guantario, Puntus, Rohrbach; Jeyabalan, Cola, Spreyermann; Headcoach: Michael Eppler; Ass.- Coach: Oli Schäublin.
Absenzen: Gertschen (krank); Lehner, Fluri, Gusset, Kohler, Cederbaum, M. Brügger, Probst.

EHC Chur: Sarkis (ET: Werner); Schaub, Morandi; John, Urech; Fischer, Arpagaus; Anderegg, Bossi; Pozzorini, Rexha, Sieber; Pfennich, Horber, Infanger; Ehinger, Bigliel, Lampert; Scherrer, Bucher,

Headcoach: Marcel Habisreuginger. Absenzen: Schwab, Engler, Bearth, Tosio, Roussette.

 

Rang Team Spiele Tore Punkte
1 EHC Brandis 10 31:19 22
2 Star Forward 10 33:28 19
3 EHC Wiki-Münsingen 11 37:29 18
4 HC Sion-Nendaz 4 Vallées 10 38:34 17
5 EHC Basel/KLH 11 29:39 16
6 EHC Dübendorf 10 30:28 15
7 EHC Bülach 9 28:27 14
8 EHC Chur Capricorns 11 33:35 14
9 EHC Seewen 9 39:40 13
10 EHC Thun 10 35:42 12
11 HC Düdingen Bulls 9 26:26 11
12 HC Université Neuchâtel 8 20:32 6