Game 6 EHC Basel vs GCK Lions

Saisonende für den EHC Basel nach enger Playoff-Serie

(Bericht Reto Büchler; Foto: Christoph Perren)

Der EHC Basel verliert vor abermals über 3000 Zuschauenden die sechste Partie im Playoff-Viertelfinale gegen die GCK-Lions knapp mit 4:5 nach Verlängerung und somit die «Best-of-Seven-Serie» mit 2:4 Siegen. Den entscheidenden Treffer erzielte Jarno Kärki in der 64. Minute. Eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit hatte Alihodzic bei sechs gegen vier Feldspieler noch ausgeglichen

Tolle erste Swiss League Saison

Die Basler können auf ihre erste Saison nach dem Aufstieg in die Swiss League Stolz sein. Problemlos wurde das Saisonziel, das Erreichen der Playoffs, erreicht. Dank einem grossartigen Endspurt beendete die Mannschaft die Qualifikationsrunde auf dem hervorragenden sechsten Platz. Gegner im Playoff-Viertelfinals waren die GCK Lions. Aufgrund der guten Resultate im Saisonverlauf rechnete man sich Chancen auf das Halbfinale aus. Wie erwartet, war die Serie sehr eng und umkämpft. Es fehlte dabei nicht viel. Drei der schlussendlich vier Niederlagen waren nur mit einem Tor Unterschied, davon zwei in der Overtime, eine mit zwei Toren Differenz. Dennoch muss man die gute Leistung der Lions neidlos anerkennen, waren die Zürcher doch läuferisch und von der Aggressivität her etwas stärker. Insbesondere das Forechecking und das Umschaltspiel machte den Unterschied in diesem Playoff-Viertelfinale.

Kein Zugriff auf das Spiel im Startabschnitt

Erfreulich war bei den Baslern, dass in dieser Partie überraschend Yanick Sablatnig auflief, der früher, als erwartet von seiner Verletzungspause zurückkehrte. Wenig erfreulich die Zürcher Druckphase zu Beginn der Partie mit Pfostenschuss, die rund 25 Spielminuten dauernde Behandlung in der Kabine an Supinski sowie der GCK-Führungstreffer im ersten Überzahlspiel bereits in der fünften Minute. Der EHC fand zu Beginn wenig Zugriff auf die Partie. Auch in Überzahl mussten die Basler immer aufpassen, da GCK nach Scheibengewinn oft nicht einfach den Puck herausspielte, sondern den Gegenangriff sucht. In der 11. Minute gelang Jens Nater im Powerplay der Basler Ausgleich nach einem Gewimmel vor Goalie Zumbühl. Dieser Treffer brachte zunächst keine grosse Besserung. Die Lions störten geschickt und provozierten bei den Baslern viele Scheibenverluste. Nach einem solchen konnte Xeno Büsser sein Team abermals in Führung schiessen. Kurz vor dem Ende des Startabschnitts folge noch ein Eigentor zum 1:3. Der Treffer wurde Backman zugeschrieben.

Basel kämpft sich zurück in die Partie

Die Gäste waren im ersten Abschnitt in allen Bereichen überlegen. Wer nun jedoch mit einem Klatsche der Basler rechnete, sah sich getäuscht.  Die Basler kämpften sich zurück. Cavalleri traf ähnlich wie bei Naters Tor aus kurzer Distanz zum 2:3. Und hinten verhinderte der abermals gute Henauer einen Gegentreffer. Die Rückkehr Supinski’s auf das Eis in der 29. Minute tat dem Team dann sichtlich gut. Rexha und Kiss hatten erste Ausgleichschancen. Dann gelingt dem Rückkehrer nach einem wunderbaren Angriff tatsächlich der 3:3 Ausgleich. Nun war Basel am Drücker und GCK am Schwimmen. Alihodzic scheitert knapp an Zumbühl und Schwarzenbach traf nur die Latte. Auch Rexha und Supinski hatten die Führung auf dem Stock, die jedoch nicht gelingen wollte. Die Gäste waren nur noch einmal gefährlich vor dem Basler Tor und das 1 Sekunde «nach» der Pausensirene, als der Puck die Torlinie überschritt.

Zuschauer feiern ihren EHC nach Spielschluss

Im Schlussdrittel mischte Himelfarb die Sturmlinien durcheinander, um nochmals Impulse zu setzen. Drei Basler Strafen im Schlussdrittel erschwerten dieses Vorhaben jedoch erheblich. Denn eine Überzahl konnten die Lions durch Backman zum 3:4 nutzen. GCK riskierte nun nicht mehr viel und konzentrierte sich auf das Verwalten des Vorsprungs. Dies gelang nicht schlecht bis zur Strafe gegen Schlagenhauf zwei Minuten vor Schluss. Head Coach Himelfarb nahm das Timeout und Henauer raus. Bei sechs gegen vier Feldspieler gelang den Baslern eine Minute vor Schluss tatsächlich durch Alihodzic der viel umjubelte Ausgleich. Wie bereits in Spiel Nummer fünf gehörte die Verlängerung dann jedoch klar den Gästen, welche abermals nochmals eine Schippe drauflegen konnten. Dieses Mal war es Kärki, der den Siegtreffer des Spiels erzielte und mit diesem Treffer damit das Ausscheiden des EHC Basel besiegelte. Nach dem Ende der Partie wurden die Spieler von den tollen Basler Fans für die grossartige Saison mit einer verdienten «Standing Ovation» in die Sommerpause verabschiedet.

EHC Basel – GCK Lions 4:5 n.V. (1:3, 2:0, 1:1, 0:1)

(Endstand Best-of-Seven 2:4)

St. Jakob Arena – 3023 Zuschauende

Schiedsrichter: Julien Staudenmann, Fabrice Fausel; Sandro Baumgartner, Fançois Fausel

Strafen: 6 mal 2 Minuten gegen Basel; 7 mal 2 Minuten gegen GCK

Bestplayer Spiel: Schwarzenbach (Basel); Backman (GCK)

Bestplayer Playoff: Schwab (Basel); Henry (GCK)

Schüsse aufs Tor: Basel: 16 – GCK Lions: 37 (6:12, 8:12, 2:7, 0:6)

Tore: 5. Blaser {2} (Henry {2}) 0:1. 11. Nater {1} 1:1. 12. X. Büsser {1} (Melnalksnis {2}) 1:2. 19. Backman {1} 1:3. 23. Cavalleri {1} 2:3. 32. Supinski {4} (Schwarzenbach {1}, Muller {2}) 3:3. 48. Backman {2} (Schlagenhauf {1}, Reichle {2}) 3:4. 59. Alihodzic {1} (Stukel {4}, Zubler {3}) 4:4. 64. Kärki {2} (Truog {3}, Melnalksnis {3}) 4:5.

Bemerkungen: 2. Pfostenschuss Hinterkircher. 35. Lattenschuss Schwarzenbach. 45 Pfostenschuss Graf. 58. Timeout Basel.

EHC Basel: Henauer (ET: Haller); Büsser, Füllemann; Zubler, Nater; Bachofner, Warmbrodt; Wyniger; Stukel, Supinski, Muller; Schwarzenbach, Brügger, Sablatnig; Ryser, Rexha, Schwab; Alihodzic, Kiss, Dähler, Cavalleri. Headcoach: Eric Himelfarb; AC: Michel Zeiter.

Basel ohne: Näf, Molina, Berger, Schnellmann.

GCK Lions: Zumbühl {ET: Ruppelt); Sejejs, Guebey; Büsser, Burger; Blaser, Landolt; Buchli; Melnalksnis, Kärki, Truog; Backman, Diem, Hinterkircher; Schaller, Schlagenhauf, Graf; Henry, Mettler, Reichle; Mémeteau. Headcoach: Michael Liniger.

Restliche Resultate: Thurgau -Visp 5:0 (Endstand Best of 7: 4:2). Bereits für Halbfinals qualifiziert waren Olten und La Chaux-de-Fonds mit je 4:1. Siegen.

Final Spiel 5: EHC Basel vs Hockey Huttwil

EHC Basel ist Schweizer Meister der MySports League

Der EHC Basel gewinnt das fünfte und entscheidende Spiel um den Meistertitel gegen ein starkes Huttwil mit 4:3 und gewinnt damit die Finalserie mit 3:2. Der 39-jährige Eric Himelfarb sorgte 43 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit mit einer großartigen Einzelleistung für ein Beben in der stimmungsvollen St. Jakob.

In diesem entscheidenden Spiel um den Meistertitel konnte Headcoach Christian Weber wieder auf Jens Nater zählen. Nach zuletzt zwei Niederlagen begann bei Huttwil Torhüter Wyss für Liechti. Zudem wurden die Sturmlinien stark verändert. In seinem vielleicht letzten Spiel seiner grossartigen Karriere konnte der 39jährige Himelfarb nochmals das TopScorer Trikot überstreifen. Das Märchen mit Happy End begann.

Nervöser Beginn

Die Basler begannen nervös. Immer wieder schlichen sich Unkonzentriertheiten ein, sodass Angriffe nicht wie gewünscht ausgelöst und abgeschlossen werden konnten. Zudem fand man nicht die ideale Balance  zwischen Offensive und Defensive. So konnten die Gäste des Öfteren mit Anlauf ungehindert die neutrale Zone überwinden und gefährlich von Haller auftauchen. Kurz danach musste Himelfarb aufgrund eines hohen Stocks auf die Strafbank. Mit einem Gewaltschuss konnte Top Scorer Patrick Meyer das Score eröffnen. Die Reaktion folgte sofort mit zwei Ausgleichschancen hintereinander. In der 16. Minute schlich sich Verteidiger Bachofner vor das gegnerische Tor, wo er den Pass von Kiss zum Ausgleich verwerten konnte. Dieser Ausgleich tat den Baslern sichtlich gut.

Viele Torabschlüsse

Basel konnte den Mittelabschnitt in Überzahl beginnen, da gegen Huttwil kurz vor Ende des ersten Drittel eine Strafe ausgesprochen wurde. Dabei gelingt Zubler mit einem harten und platzierten Schuss der Ausgleich. Basel war nun kompakter in der neutralen Zone, sodass Huttwil nicht mehr so ungehindert ihre Angriffswellen ausführen konnte.  Huttwils Hess hatte zunächst mit einem Pfostenschuss Pech, einige Minuten danach mit dem abgelenkten Schuss und mit dem 2:2 aber das nötige Glück. In der Folge überstand Basel eine kleine Druckphase der Gäste, die durch eine Strafe beendet wurde. Beim nachfolgenden Basler Powerplay fanden zweimal Sablatnig sowie Zubler in Torhüter Wyss ein starkes Gegenüber. Beide Mannschaften hat in der Folge viele Torabschlüsse. Einer, in der letzten Minute des Mitteldrittels, fand den Weg ins Tor. Kobel schloss eine Vorlage von Hain direkt ab. Die Führung von Huttwil nach 40 gespielten Minuten war nicht unverdient.

Zuschauende treiben Basel zum Titel

Im Schlussdrittel rückte Cavalleri für Terzago in die 1. Sturmlinie. Die 3537 Zuschauenden sahen nun ein druckvolles und aufsässiges Basel und feuerten ihre Mannschaft lautstark an. Der Ausgleich schien nur noch eine Frage der Zeit. In der 48. Minute war es dann soweit. Schwarzenbach lenkte Naters Schuss ins Lattenkreuz ab. Die Gäste kamen nur noch zu einzelnen gefährlichen Entlastungsangriffen. Einer davon provozierte eine Strafe gegen Basel. Die erste Möglichkeit hatte in Unterzahl hatte Alihodzic alleine vor Wyss. Aber auch Goalie Haller zeigte in der Folge tolle und wichtige Paraden. Das Hitchcock-Finale war nun voll im Gang und die Minuten des Himelfarb begannen. Zunächst schiesst er den Puck in der 53. Minute an den Pfosten. Dann wehrte Huttwils Torhüter einen Abschluss mirakulös ab. Nachdem der Speaker die letzte Minute angesagt hatte, nimmt sich der Best Player die Scheibe an der Mittellinie, dribbelt sich durch und trifft 47 Sekunden vor Schluss zum viel umjubelten «game winning goal». Huttwil versuchte es noch mit einem sechsten Feldspieler für den Torhüter, brachte jedoch den auch wieder einwandfreien Haller nicht mehr in Bedrängnis, sodass nach dem Schlusspfiff alle Dämme brachen.

EHC Basel – Hockey Huttwil 4:3 (1:1, 1:2, 2:0)

St. Jakob Arena Basel – 3537 Zuschauende

Schiedsrichter: Jonathan Zbinden; Valentin Frutschi, Sidney Conrad

Strafen: 2 mal 2 Minuten gegen Basel. 2 mal 2 Minuten gegen Huttwil.

Schüsse aufs Tor: Basel: 43 – Huttwil 39 (10:14, 19:14, 14:11)

Bestplayer Playoff Final: Basel: Schwarzenbach; Huttwil: P. Meyer

Bestplayer Spiel: Basel: Sablatnig; Huttwil: P. Meyer

Tore: 8. P. Meyer {4} (Bruni {2}, M. Meyer {4}) 0:1.16. Bachofner {1} (Kiss {4}) 1:1. 21. Zubler {2} (Himelfarb {4}) 2:1. 28. Hess {2} (Minder {2}, Lerch {3}) 2:2. 40. Kobel {2} (Hain {1}, Steiner {1}) 2:3. 48. Schwarzenbach {1} (Nater {2}, Cavalleri {1}) 3:3. 60. Himelfarb {3}, Büsser {3} 4:3.

Bemerkungen: 25. Pfostenschuss Hess. 53. Pfostenschuss Himelfarb. 60, Timeout Huttwil

EHC Basel: Haller (ET: Guggisberg); Blaser, Bachofner; Zubler, Nater; Büsser, Molina; Cordiano; Schwarzenbach, Rexha, Terzago;, Alihodzic, Himelfarb, Révész; Lanz, Berger, Sablatnig; Sahli, Kiss, Schnellmann; Cavalleri. Headcoach: Christian Weber; AC: Adrien Plavsic.

Hockey Huttwil: Liechti (ET: Wyss); Minder, Bruni; Nyffeler, Bobicanec; Schütz, Felder; Matter, Gurtner; Lerch, Hess, Daneel; Portmann, Lüdi, Ruch; P. Meyer; Lanz, M. Meyer; Steiner, Hain, Kobel. Headcoach: Daniel Bieri.

Final Spiel 4: Hockey Huttwil vs EHC Basel

Der EHC gewinnt in Huttwil - Finalissima in Basel

In einem sehr attraktiven Eishockeyspiel erkämpft sich der EHC Basel mit einem 3:5 Auswärtssieg gegen Hockey Huttwil die Finalissima, welche am nächsten Donnerstag um 19:45 Uhr in der St. Jakob Arena stattfinden wird. Auch dieses Mal war der Ausgang der Partie äusserst knapp, was ein weiteres spannendes Spiel im Kampf um den Titel erwarten lässt.

Drei Tore innerhalb von 31 Sekunden

Im Gegensatz zu den vorherigen Spielen agierte Basel abwartend und auf Konter lauernd. Optisch hatte dadurch Huttwil in den ersten fünf Minuten leichte Vorteile und auch die erste Chance. Haller wählte jedoch das richtige Toreck. Dann erkämpfte sich Sahli die Scheibe und die Basler konnten sich im Drittel von Huttwil festsetzen. Schlussendlich war es Schnellmann, der das wichtige erste Tor erzielte. Nur 21 Sekunden danach doppelte Cordiano mit einem trockenen Schuss nach. Der Italiener mit Schweizer Lizenz war nach langer Verletzungspause erstmals wieder auf dem Eis und sichtbar erfreut über sein Tor. Leider sorgte ein Fehler in der Defensive wieder nur Sekunden danach für den Anschluss. Marco Meyer trifft alleine vor Haller mit einem satten Schuss. Danach sahen die Zuschauenden in der gut besetzten Eishalle Campus Huttwil ein intensives Spiel, das hin und her wog. In der 15. Minute versuchte ein Huttwiler Verteidiger die Scheibe mit einer Kickbewegung im Drittel der Basler zu behalten, was misslang. Berger zog los, passte zur Mitte, wo Sablatnig nur noch einschieben musste. Ein mustergültig ausgeführter Konter. Kurz vor Ende des ersten Drittels lenkte Sahli die Hereingabe von Révész knapp über das Tor ab.

Viele Basler Checks

Huttwil Coach Daniel Bieri war vom Gezeigten seiner Mannschaft im ersten Teil  offensichtlich nicht zufrieden und versuchte mit einem Torhüterwechsel von Liechti zu Wyss neue Impulse zu setzen. Dieser konnte sich in der 22. Minute bei Rexhas Schuss bereits ein erstes Mal mit einer schönen Parade auszeichnen. Das erste Powerplay für Basel brachte ausser zwei Möglichkeiten von Terzago und Lanz nicht zählbares ein. Dafür der Einsatz von Kiss, der zuerst vor dem eigenen Tor verteidigte, sich sofort nach vorne orientierte, den Puck von der Mittellinie in die gefährliche Zone brachte. Sein Querpass gelangte nach der Torhüterabwehr zu Büsser, der mit einem Drehschuss das 1:4 erzielte. Einen kurzen Moment danach musste Basel nach einem Pfostenschuss von Steiner das Glück in Anspruch nehmen. Dies war auch der Startschuss zu einer Druckphase der Gastgeber. Mit eingen kernigen Checks, die meisten in einem Drittel diese Saison, schafften es die Basler aber wieder für Entlastung zu sorgen. Abermals Rexha hatte dann sogar fast noch das 1:5 erzielt.

Krimi im Schlussdrittel

Die Oberaargauer haben in dieser Serie schon bewiesen, dass sie über einen tollen Kampfgeist verfügen. Entsprechend galt es, den Vorsprung so lange wie möglich zu halten. Ein erstes Unterzahlspiel konnte schadlos gehalten werden. Dann hatte Révész die Vorentscheidung auf dem Stock, Wyss parierte jedoch gekonnt. Huttwil warf nun alles nach vorne. Dabei kamen sie oft über die Flügel, passten auf das Tor von Haller, wo sich ein oder zwei Stürmer bereits im Slot befanden, um einzuschieben. Zweimal hatte dieser Spielzug Erfolg. Beides Mal setze sich Lerch am Flügel durch und fand mit Daneel und Hess die Abnehmer seine Pässe. In dieser Phase war Basel etwas zu passiv. Nach dem 3:4 Anschlusstreffer vier Minuten vor Schluss forcierte Weber seine routinierten Kräfte, die es dann gut machten und verstanden das Geschehen vom eigenen Tor wegzuhalten. Als 55 Sekunden vor Schluss vor Haller das letzte Anspiel ausgeführt wurde, nahm Huttwil seinen Torhüter für einen sechsten Feldspieler raus. Sieben Sekunden vor Schluss lupfte Himelfarb vom eigenen Drittel den Puck über alle hinweg zum entscheidenden 3:5, was den 2;2 Ausgleich in der Finalserie bedeutet und damit die die Finalissima am nächsten Donnerstag in Basel ermöglicht.

Hockey Huttwil - EHC Basel 3:5 (1:3, 0:1, 2:1)

Eishalle Campus Huttwil – 1664 Zuschauer

Schiedsrichter: Roland Gerber; Vincent Amport, Joel Lustenberger

Strafen: 4 mal 2 Minuten gegen Basel. 3 mal 2 Minuten gegen Huttwil.

Schüsse aufs Tor: Basel: 26 – Huttwil 26 (12:6, 9:8, 5:12)

Bestplayer Saison: Basel: Zubler; Huttwil: P. Meyer

Bestplayer Spiel: Basel: Büsser. Huttwil: Daneel

Tore: 6. Schnellmann {1} (Büsser {2}, Kiss {2}) 0:1. 6. Cordiano {1} (Himelfarb {3}) 0:2. 6. M. Meyer {1} (Lüdi {2}, (Ruch {1}) 1:2. 15. Sablatnig {3} (Berger {3}) 1:3. 26. Büsser {1} (Kiss {3}, Schnellmann {1}) 1:4. 46. Daneel {1} (Lerch {1}, Hess {1}) 2:4. 56. Hess {1} (Lerch {2}) 3:4. 60. Himelfarb 3:5.

Bemerkungen: 27. Pfostenschuss Steiner. 60. Timeout Huttwil.

EHC Basel: Haller (ET: Guggisberg); Blaser, Bachofner; Zubler, Cordiano; Büsser; Büsser, Molina; Smith; Schwarzenbach, Rexha, Terzago, Alihodzic, Himelfarb, Révész; Lanz, Berger, Sablatnig; Sahli, Kiss, Schnellmann; Cavalleri. Headcoach: Christian Weber; AC: Adrien Plavsic.

Hockey Huttwil: Liechti (ab 20. Wyss); Minder, Bruni; Nyffeler, Bobicanec; Schütz, Felder; Matter, Kobel; Lerch, Hess, P. Meyer; Ruch, Lüdi, M. Meyer; Gurtner, Hain, Steiner, Portmann, Lanz, Daneel. Headcoach: Daniel Bieri.

Final Spiel 3: EHC Basel vs Hockey Huttwil

Starker EHC Basel ist im Playoff-Final angekommen

Ein toll aufspielender EHC Basel gewinnt vor über 2600 begeisternde Zuschauende gegen Hockey Huttwil hochverdient mit 4:1 und verkürzt die Final-Serie auf 1:2. Gegenüber den beiden ersten Spielen zeigte sich Basel bis auf die Chancenauswertung stark verbessert. Insbesondere im läuferischen Bereich, bei den Zweikämpfen an der Bande sowie im konsequenten Verteidigen war eine Steigerung erkennbar. Am nächsten Dienstag findet in Huttwil das vierte Spiel statt. Sollte der EHC diese Partie gewinnen, wird nächsten Donnerstag in Basel das fünfte und entscheidende Spiel um den Meistertitel stattfinden.

Stark verbesserter EHC

Damit die Oberaargauer den Pokal an diesem Abend in Basel nicht in die Höhe stemmen können, war nichts anderes als ein Sieg gefordert. Und dem Team von Head Coach Christian Weber lieferte. Es wurden viel mehr Zweikämpfe gewonnen als in den ersten beiden Spielen. Es war immer Bewegung auf dem Eis. Man unterstütze sich an den Banden, verteidigte bis auf den Gegentreffer konsequent. Einziges Manko war wie so oft in dieser Saison die Chancenauswertung. Dies war auch der Ursprung des 0:1 von Huttwil. Bei einem weiteren Angriff mit mehreren Abschlussmöglichkeiten dachten zu viele Basler offensiv. Nach dem Scheibenverlust sah Schütz Topscorer Patrick Meyer an der Mittellinie, der loszog und Haller kaltblütig bezwingen konnte. Basel reagierte sofort und konnte rund eine Minute später durch einen Zubler-Schuss von der blauen Linie ausgleichen. Dank viel Verkehr vor Torhüter Liechti sah dieser die Scheibe nicht kommen.

Mit Traumtor auf Siegesstrasse

Weil eine Minute vor Ende des Startabschnitts eine Strafe gegen Sahli ausgesprochen wurde, startete Basel in Unterzahl ins Mitteldrittel. Das Boxplay funktionierte jedoch einwandfrei. Nach einigen Minuten ausgeglichenem Geschehen nahm der EHC die Partie wieder in die Hand. Im Gegensatz zu Huttwil, welche ihre Abschlüsse des Öfteren in Tornähe fabrizieren, versuchte es Basel von nah und fern. So gingen die guten Weitschüsse von Molina oder Zubler knapp daneben. In der 31. Minute gelang endlich der überfällige Führungstreffer. Mit wunderbarem Direktspiel gelangte der Puck via Berger und Blaser zu Sablatnig dem mit einem «One-Timer» das wichtige 2:1 gelang. Das anschliessende Powerplay konnte Basel trotz Möglichkeiten nicht für einen weiteren Torerfolg nutzen. In der 37. Minute hatte Huttwil bei einer Chance von Schwarzenbach ebenso Glück wie Basel 7 Sekunden vor Ende des Mitteldrittels nach einem Lattenschuss von Portmann. Sekunden zuvor überstand Basel eine weitere Strafe.

Basel hält den Fokus 60 Minuten aufrecht

Auch in der dritten Partie dieses Playoff-Finals musste die Entscheidung im Schlussabschnitt erfolgen. Dabei konnte sich Basel nicht auf den Unparteiischen verlassen, der ein paar Vergehen der Huttwiler wie ein hoher Stock ins Gesicht eines Baslers übersah. Die Spieler liessen sich davon glücklicherweise nicht beeindrucken und powerten weiter. Eine für den EHC enge Situation folgte dann in Minute 48. Huttwils Lanz spielte ein auf dem Boden liegenden Stock Richtung puckführenden Basler Verteidiger, was eine Strafe zur Folge hatte. In diesem Basler Powerplay kommen die Gäste zur Breakchance. Der Schuss ging jedoch knapp daneben. Danach war Basel näher am dritten Treffer als Huttwil am Ausgleich. Ein Abschluss von Kiss zwang Liechti zu einer Riesenparade. Der Einsatz von Sahli, der Liechti unter Druck setzte und damit eine Zweiminutenstrafe wegen Puck aus dem Spielfeld schiessen provozierte, war der Auslöser zum dritten Basler Tor im nachfolgenden Powerplay. Sablatnig hämmerte den Puck zum zweiten Mal an diesem Abend unter die Latte. Drei Minuten vor Spielende hatte Terzago den Matchpuck auf dem Stock. Dann nahm Huttwils Coach Biere den Torhüter raus, was es Himelfarb ermöglichte, 26 Sekunden vor Schluss den Deckel zuzumachen.

EHC Basel – Hockey Huttwil 4:1 (1:1, 1:0, 2:0)

St. Jakob Arena Basel – 2637 Zuschauende

Schiedsrichter: Jonathan Zbinden; Valentin Frutschi, Sidney Conrad

Strafen: 2 mal 2 Minuten gegen Basel. 3 mal 2 Minuten gegen Huttwil.

Schüsse aufs Tor: Basel: 29 – Huttwil 16 (11:6, 8:7, 10:3)

Bestplayer Saison: Basel: Schwarzenbach; Huttwil: P. Meyer

Bestplayer Spiel: Basel: Sablatnig; Huttwil: P. Meyer

Tore: 14. P. Meyer {3} [Schütz {1}) 0:1. 16. Zubler {1} (Nater {1}, Himelfarb {1} 1:1. 32. Sablatnig {1} (Blaser {1}, Berger {1}) 2:1. 55. Sablatnig {2} (Himelfarb {2}, Zubler {2}) 3:1. 60. Himelfarb {1} (Kiss {1}, Berger {2} 4:1.

Bemerkungen: 40. Lattenschuss Portmann. 59. Timeout Huttwil.

EHC Basel: Haller (ET: Guggisberg); Blaser, Bachofner; Zubler, Nater; Büsser, Molina; Cordiano, Smith; Schwarzenbach, Rexha, Terzago;, Alihodzic, Himelfarb, Révész; Lanz, Berger, Sablatnig; Sahli, Kiss, Schnellmann. Headcoach: Christian Weber; AC: Adrien Plavsic.

Hockey Huttwil: Liechti (ET: Wyss); Minder, Bruni; Schütz, Bobicanec; Felder, Matter; Trachsel, Kobel; Lerch, Hess, P. Meyer; Ruch, Lüdi, M. Meyer; Gurtner, Hain, Steiner; Portmann, Lanz, Daneel. Headcoach: Daniel Bieri.

Final Spiel 2: Hockey Huttwil vs EHC Basel

Der EHC Basel gibt Sieg im Schlussdrittel aus der Hand

Der EHC Basel verliert die zweite Partie im Playoff-Final gegen Hockey Huttwil nach 1:3 Führung im Schlussdrittel noch mit 4:3. Um noch Schweizermeister werden zu wollen, muss der EHC damit die nächsten drei Spiele gewinnen. Die erste Chance dazu hat Basel am kommenden Samstag um 19:45 Uhr in der St. Jakob Arena. Der Eintritt zu diesem «Solidaritätsspiel» ist Gratis.

Blitzstart mit zwei Toren aus den ersten zwei Torschüssen

Dem EHC Basel glückte der Start in die Partie. Beim ersten Angriff kommt der Puck via Alihodzic zu Révész, der sofort abzieht uns ins hohe Eck trifft. Nur anderthalb Minuten später passte Sahli zu Kiss, der bereits sein drittes Tor in dieser Serie markierte. Kurz darauf scheitert Schwarzenbach knapp alleine vor Liechti. Nachdem Himelfarb in das Tor gestossen wurde, trifft Zubler im nachfolgenden Powerplay nur den Pfosten. Die in den ersten Minuten etwas überforderten Oberaargauer fanden ab der 11 Minute den Tritt in die Partie und hatten kurz danach die erste gute Möglichkeit, die Haller glänzend parierte. Das schnelle Spiel mit wenigen Unterbrüchen wog nun hin und her. Gegen Ende des Drittels verstärkte Huttwil ihre Offensivbemühungen. Der Anschlusstreffer von Ruch hat sich damit angekündigt. Kurz vor der Sirene konnte Sahli gerade noch rechtzeitig von einem Huttwiler am Abschluss gestört werden, sodass sein Schuss über das Tor ging.

Hervorragender Torhüter Haller

Auch der Start ins zweite Drittel gelang Basel gut. Schwarzenbach konnte sich drei gute Möglichkeiten erarbeiten. In einem Fall wischte der Verteidiger die Scheibe gerade noch vor der Torlinie weg. Glücklicher im Abschluss war danach Lanz, der im Fallen das 1:3 für Basel erzielte. Die Scheibe kullerte unter dem Schoner von Liechti hindurch. Die Gastgeber gingen nun entschlossener in die Zweikämpfe, welche sie insbesondere an den Banden mehrheitlich gewannen. Zwei Unterzahlsituationen waren dabei auch nicht hilfreich, um Entlastung zu bekommen. Ein hervorragender Haller im Tor und toll kämpfende Vorderleute mit vielen blockierten Schüssen verhinderten ein Gegentor. Gegen Drittelsende hatte Basel im Powerplay die Chance das Skore zu erhöhen. Dieses Mal verhinderte Liechti im Tor von Huttwil mit Glück und Können einen weiteren Gegentreffer.

Unnötige Strafe sorgt für Kehrtwende

Basel musste das Schlussdrittel in Unterzahl beginnen. Mit der Schlusssirene wurde Zubler mit dem Stock angegangen. Diesen gegnerischen Stock warf er weg, was der Schiedsrichter als unsportliches Verhalten taxierte. Prompt konnte Huttwil durch Kobel in Überzahl verkürzen. Nur anderthalb Minuten kullerte Matters Schuss zwischen den Beinen von Haller hindurch Richtung Tor. Huttwils Lanz brauchte nur noch einzuschieben. Beide Mannschaften hatten danach im Powerplay gute Möglichkeiten. Die Entscheidung dann sechs Minuten vor Schluss. Wieder fällt der Puck eine Huttwiler Stürmer, diesmal Lüdi, vor die Schaufel, der den Siegtreffer erzielte. Basel versuchte zwei Minuten vor Schluss ohne Torhüter noch den Ausgleich zu erzielen, was jedoch nicht mehr gelang.

Mit dieser zweiten Niederlage im zweiten Spiel ist Basel nun im Zugzwang. Um auf die Erfolgsspur zurückzukehren, muss sich das Team von Christian Weber nun unbedingt mehr Abschlüsse im Slot erarbeiten, konsequenter verteidigen sowie mehr Zweikämpfe gewinnen. In diesen Bereichen war Huttwil eindeutig besser.

Hockey Huttwil - EHC Basel 4:3 (1:2, 0:1, 3:0)

Eishalle Campus Huttwil – 1027 Zuschauer

Schiedsrichter: Joshua Blasbalg; Sven Grübel, Stefan Krsmanovic

Strafen: 3 mal 2 Minuten gegen Basel. 4 mal 2 Minuten gegen Huttwil.

Schüsse aufs Tor: Basel: 28 – Huttwil 30 (9:11, 8:9, 11:10)

Bestplayer Saison: Basel: Schwarzenbach; Huttwil: P.Meyer

Bestplayer Spiel: Basel: Kiss; Huttwil: Lüdi

Tore: 1. Révész {1} (Alihodzic {1}) 0:1. 3. Kiss {3} (Sahli {1} 0:2. 18. Ruch {1} (Lüdi {1}, M. Meyer {2}) 1:2. 25. Lanz {1} (Terzago {1}, Blaser {1}) 1:3. 41. Kobel {1} (Portmann {2}, Minder {1}) 2:3. 43. Lanz {1} (Matter {1}, Portmann {3}) 3:3. 54. Lüdi {1} (M. Meyer {3}) 4:3.

Bemerkungen: 7. Pfostenschuss Zubler. 59, Timeout Basel.

EHC Basel: Haller (ET: Guggisberg); Blaser, Bachofner; Zubler, Nater; Büsser, Molina; Smith; Schwarzenbach, Rexha, Terzago;, Alihodzic, Himelfarb, Révész; Lanz, Berger, Sablatnig; Sahli, Kiss, Schnellmann; Marbot. Headcoach: Christian Weber; AC: Adrien Plavsic.

Hockey Huttwil: Liechti (ET: Wyss); Minder, Bruni; Schütz, Bobicanec; Felder, Matter; Trachsel, Kobel; Lerch, Hess, P. Meyer; Ruch, Lüdi, M. Meyer; Gurtner, Hain, Steiner; Portmann, Lanz, Daneel. Headcoach: Daniel Bieri.

Final Spiel 1: EHC Basel vs Hockey Huttwil

Basel verliert erste Partie im Playoff-Final gegen Huttwil

Der EHC Basel verliert sein erstes Spiel im Playoff-Final zu Hause gegen Hockey Huttwil mit 2:5 und damit den Heimvorteil in dieser Best-of-Five Serie. Die Niederlage war nicht zwingend. Die Huttwiler nutzten die Fehler in der Basler Defensive kaltblütig aus, während die Basler dreimal die Latte oder Pfosten trafen oder an dem über sich herauswachsenden Torhüter Liechti scheiterten.

Doppeltorschütze Kiss

Dabei hatte nach dem Startabschnitt noch nichts auf eine Niederlage der Basler hingedeutet. Die Mannschaft von Christian Weber hatte die Partie im Griff, konnte sich eins um andere Male gekonnt aus der Defensive lösen und nach vorne kombinieren. Nach einer längeren Druckphase spedierte Büsser die Scheibe vor das Tor, wo Kiss mit einem schönen Drehschuss sein Team in Führung brachte. Die Freude währte leider nur eine knappe Minute. Lerch trifft mit dem Körper über Haller hinweg zum Ausgleich. Da sah die Defensivarbeit ein erstes Mal nicht gut aus. Basel war jedoch nicht geschockt und suchte den zweiten Treffer. Révész  traf zunächst nach schöner Vorlage von Himelfarb nur die Latte. Drei Minuten später stand Kiss am richtigen Ort und lenkte den Schuss von Zubler zu seinem zweiten Tor ab.  

Huttwil dreht Partie im Mitteldrittel

Auch der zweite Abschnitt begann gut für Basel. Schwarzenbach hatte nach Vorlage von Berger das 3:1 auf dem Stock. Danach wurde man wieder etwas fahrlässig und verteidigte nicht konsequent. So in der 24. Minute, als Portmann durch die Basler Reihen lief und den Ausgleich erzielte. Im Anschluss hatte Basel beim Pfostenschuss von Alihodzic wieder Pech. Effizienter der Gast. Bei einem schnell ausgeführten Gegenangriff wurde Haller von seinen Vorderleuten nicht genug unterstützt. Steiner bringt seine Mannschaft erstmals in Führung. Auch nach diesem Gegentreffer hatte Basel ihre Möglichkeiten zum Ausgleich, insbesondere bei einem guten Powerplay. Der nächste Jubel gehörte jedoch wieder den Gästen. Lanz legte für Meyer ab, der wunderbar zum 2:4 traf.

Liechti hext Huttwil zum Sieg

Im Schlussdrittel warf Basel alles nach vorne und erarbeitete sich Möglichkeit um Möglichkeit. Huttwils Torhüter Liechti hexte jedoch alles weg oder ein Stock oder Schlittschuh des gegnerischen oder eigenen Spielers war dazwischen. Sowohl gegen den allein vor ihm aufgetauchten Himelfarb, gegen Berger, Sablatnig, Kiss, Rexha, Alihodzic. Fast jeder Basler durfte es einmal versuchen. In der 57. Minute traf dann auch noch Rexha nur die Torumrandung. Kurz darauf scheiterte Kiss mit einer sogenannte 100%igen. Es war zum Verzweifeln. Das 2:5 durch den zweiten Treffer von Patrick Meyer nach einem Konter zweieinhalb Minuten vor Schluss war die logische Folge und die Entscheidung in dieser ersten Partie. Huttwil feierte somit den ersten Sieg, welcher glücklich, aber nicht unverdient ist. Basel hat nun bereits am nächsten Donnerstag um 19:45 Uhr auswärts die Möglichkeit die Serie auszugleichen, was im Halbfinal gegen Martigny bereits einmal gelungen ist.

EHC Basel – Hockey Huttwil 2:4 (2:1, 0:3, 0:1)

St. Jakob-Arena Basel – 1289 Zuschauende

Schiedsrichter: Roland Gerber; Vincent Amport, Joel Lustenberger

Strafen: 5 mal 2 Minuten gegen Basel. 4 mal 2 Minuten gegen Huttwil.

Schüsse aufs Tor: Basel: 28 – Huttwil 2031 (12:11, 7:11, 9:9

Bestplayer Saison: Basel: Schwarzenbach; Huttwil: Lerch

Bestplayer Spiel: Basel: Kiss; Huttwil: Lerch

Tore: 6. Kiss {1} (Büsser {1}) 1:0. 7. Lerch {1} 1:1. 12. Kiss {2 (Zubler {1}, Lanz {1}) 2:1. 24 Portmann {1} 2:2. 29. Steiner {1} (Trachsel {1}) 2:3. 39. P. Meyer {1} (Lanz {1}, Portmann {1} 2:4. 58. P. Meyer {2} (M. Meyer {1}) 2:5.

Bemerkungen: 9. Lattenschuss Révész. 25. Pfostenschuss Alihodzic. 57. Lattenschuss Rexha.

EHC Basel: Haller (ET: Guggisberg); Blaser, Bachofner; Zubler, Nater; Büsser, Molina; Smith; Schwarzenbach, Rexha, Terzago;, Alihodzic, Himelfarb, Révész; Lanz, Berger, Sablatnig; Sahli, Kiss, Schnellmann; Marbot. Headcoach: Christian Weber; AC: Adrien Plavsic.

Hockey Huttwil: Liechti (ET: Wyss); Minder, Bruni; Schütz, Bobicanec; Felder, Matter; Trachsel, Kobel; Lerch, Hess, P. Meyer; Ruch, Lüdi, M. Meyer; Gurtner, Hain, Steiner; Portmann, Lanz, Daneel. Headcoach: Daniel Bieri.

Halbfinal Spiel 4: HCV Martigny vs EHC Basel

Der EHC Basel steigt in die Swiss League auf

Der EHC Basel schlägt in einer begeisternden Partie auswärts den HCV Martigny mit 2:5 und gewinnt somit die Halbfinal-Serie mit 3:1. Mit dem Einzug in den Playoff-Final gegen Hockey Huttwil steht Basel bereits als Aufsteiger in die Swiss League fest, da der Finalgegner nicht aufsteigen möchte.

Stau und 0:2 Rückstand

Zunächst stand die Fahrt ins Wallis unter einem schlechten Stern, Ein Unfall bei Villeneuve sorgte dafür, dass der Team- und der vollbesetzte Fanbus über eine Stunde später als geplant im Forum d’Octodure eintraf. Das Spiel wurde zwar um eine Viertelstunde nach hinten verschoben, eine ideale Matchvorbereitung war jedoch nicht mehr gegeben. Dies merkte man der Mannschaft zu Spielbeginn an. Zwar hatte Himelfarb nach 29 Sekunden die erste Chance, doch eine Minute später hiess es 1:0 für Martigny.  Auch danach schlichen sich immer wieder Unkonzentriertheiten im Spiel bei Basel ein, wie bei der Strafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis oder beim 2:0 durch Loeffel, als man nicht geordnet auftrat. So konnte der Stürmer den Querpass nur noch einschieben. Dabei hatte Coach Christian Weber noch im Vorfeld der Partie gewarnt, dass jeder Fehler entscheidend sein kann.

Révész trifft bei erstem Einsatz zum Ausgleich

In der ersten Pause wurde offensichtlich an den richtigen Stellschrauben gedreht. Basel kam wie die Feuerwehr aus der Kabine. Zubler, Schwarzenbach und Sablatnig hatten nacheinander Chancen zum Anschlusstreffer. Martigny war nun nur auf Konter aus und hätte durch Moret das 3:0 erzielen müssen. Er traf jedoch das leere Tor nicht. Im Nachhinein spielentscheidend. Das Geschehen fand nun fast nur noch in der Hälfte der Walliser statt. Der Anschlusstreffer durch Rexha mit einem schönen Flachschuss war daher hochverdient. Glück im Unglück in der 37. Minute. Für den angeschlagenen Cavalleri schickte Christian Weber erstmals den nominellen 13. Stürmer Révész aufs Eis, der bei seinem ersten Einsatz mit seiner Hartnäckigkeit prompt den Ausgleich erzwang. Nach kurzer Diskussion zwischen den Unparteiischen wurde der Treffer zur Freude der vielen angereisten lautstarken Basler Fans gegeben. Kurz vor Ende des zweiten Abschnitts war nochmals Zittern angesagt, als Rexha unerlaubt den Puck aus dem Spielfeld schoss. Haller hielt jedoch mit unglaublichen Paraden das 2:2 fest.

Basler Steigerungslauf

Das Basel die Serie mit vier Sturmlinien durchspielte schien sich nun auszuzahlen. Martigny, welche hauptsächlich ihre Paradelinie mit Gailland, Seydoux und Loeffel forcierte, hatte bei der Tempoverschärfung von Basel nichts mehr entgegenzusetzen. Der Walliser Torhüter war nun des Öfteren im Brennpunkt, konnte zunächst jedoch weder von Schnellmann, Rexha, Blaser, Himelfarb oder Bachofner bezwungen werden. Basel, unterstützt durch die lauten Anfeuerungsrufen der Fans, wurde immer stärker, sodass der viel umjubelte erstmalige Führungstreffer von Schwarzenbach die logische Folge war. Basel spielte nun richtigerweise weiter nach vorne und nahm das Tempo nicht zurück. Rexha und Sahli verpassten dabei die Entscheidung, welche erst in der letzten Spielminute feststand, als Alihodzic zweimal ins leere Tor traf

.Nach dem Schlusspfiff war die grosse Freude, aber auch Erleichterung beim Präsidenten, Sportchef, dem Staff, Spielern und Fans anzusehen. Das grosse Ziel wurde endlich erreicht. Herzliche Gratulation zum Aufstieg und vielen Dank an Alle, die zu diesem Erfolg beigetragen haben!

Das erste Finalspiel gegen Huttwil findet am nächsten Dienstagabend in der St. Jakob-Arena statt.

HCV Martigny – EHC Basel 2:5 (2:0, 0:2, 0:3)

P. du Forum d’Octodure, Martigny – 1632 Zuschauer

Schiedsrichter: Roland Gerber; Vincent Amport, Joel Lustenberger

Strafen: 2 mal 2 gegen Basel. 1 mal 2 Minuten gegen Martigny.

Schüsse aufs Tor: Basel: 33 – Martigny 20 (7:8; 11:7, 13:5)

Bestplayer Saison: Basel: Schwarzenbach. Martigny: Gailland

Bestplayer Spiel: Basel: Berger; Martigny: Merola

Tore: 2. Valenza {1} (Moret {1}, Boukael {1}) 1:0. 17. Loeffel {1} (Gailland {2}, Seydoux {2}) 2:0. 30. Rexha {1} ( Terzago {3}, Schwarzenbach {3}) 1:2. 37. Révész {1} 2:2. 52. Schwarzenbach {2} 2:3. 60. Alihodzic {1} (Himelfarb {3}) 2:4. 60. Alihodzic {2} 2:5.

Bemerkungen: 60. Timeout Martigny

EHC Basel: Haller (ET: Guggisberg); Blaser, Bachofner; Zubler, Nater; Büsser, Molina; Smith; Schwarzenbach, Rexha, Terzago; Alihodzic, Himelfarb, Cavalleri; Lanz, Berger, Sablatnig; Sahli, Kiss, Schnellmann; Révész Headcoach: Christian Weber; AC: Adrien Plavsic.

HCV: Martigny: Shiyanov (ET: Fèvre) ; Kohler, Chesaux; Vermeille, Boukamel ; Currit, Stemer; Markun, M. El Assaoui; Gailland, Loeffel, Seydoux; Martinez, Mémeteau, Mojonnier; Moret, Roberts, Valenza;  Sammali, Merola, Delessert. Head Coach: Daniele Marghitola.

Halbfinal Spiel 3: EHC Basel vs HCV Martigny

Dem EHC Basel fehlt noch ein Sieg zum Aufstieg

Der EHC Basel gewinnt ein spannendes, nervenaufreibendes Spiel gegen den HCV Martigny mit 2:1. Matchwinner war neben Torhüter Haller Verteidiger Patrick Zubler, der beide Basler Treffer schoss. Die Basler verpassten es im Mittelabschnitt für klare Verhältnisse zu sorgen und hatten zum Schluss noch das Glück der Tüchtigen, um nicht noch in die Verlängerung gehen zu müssen. Mit diesem Sieg geht Basel in der Halbfinal-Serie 2:1 in Führung und kann mit einem Sieg am Donnerstag in Martigny den Aufstieg in die Swiss League sicherstellen.

Abermals starke Torhüterleistungen

Auch im dritten Aufeinandertreffen dieser zwei Aufstiegsaspiranten geht es äusserst knapp und spannend zu und her. Auch weil Basel viele Anspiele gewann, waren sie mehr im Scheibenbesitz als die Walliser und machten auch den stilsichereren Eindruck. Die Gäste konzentrierten sich auf schnelle Gegenangriffe, welche das ein oder andere Mal Haller zum Eingreifen zwang. So in der dritten Minute als er seinen linken Schoner rechtzeitig ausfuhr oder in der 17. Minute als er eine Glanzparade zeigte. Basel kam ebenfalls zu vielen Szenen vor dem gegnerischen Tor, zielten aber oft knapp daneben oder fanden in Shiyanof ihren Meister.

Basler Doppelschlag im Mitteldrittel

Im Mitteldrittel schaltete Basel nochmals einen Gang höher und war nun sehr dominant. Dies wurde belohnt. Nachdem schon Himelfarb bei angezeigter Strafe gegen Martigny eine gute Möglichkeit hatte, erzielte Zubler im nachfolgenden Powerplay mit einem abgelenkten Schuss die verdiente Basler Führung. Basel setzte sofort nach. Nater sah zunächst seinen großartigen Abschluss gehalten, bis abermals Zubler mit der Scheibe hinter dem Tor hindurchläuft und nach innen passte. Dort wird der Puck durch den Schlittschuh eines Wallisers ins eigene Tor abgelenkt. Basel war auch danach klar überlegen, verpasste jedoch die Vorentscheidung. Martigny fand bis kurz vor Drittelsende praktisch nicht statt, bis sie durch eine unnötige Basler Strafe zu einem Überzahlsituation kommt und diese durch Roberts 4,9 Sekunden vor der Sirene zum Anschlusstreffer nutzt.

Matchuhr fast spielentscheidend

Dieser Anschlusstreffer zeigte Wirkung. Basel nun zu zögerlich, was Martigny entgegenkam. In der 42. Minute verhinderte Haller mit einer Glanztat den Ausgleich. Erst in der 49. Minute brachte eine Strafe gegen die Gäste die nötige Entlastung. Kuriose Szene dann fünf Minuten später, als plötzlich die Matchuhr 41 Sekunden lang nicht mehr lief. Bei der nächsten Unterbrechung wurde 11 Sekunden zu Ungunsten von Basel korrigiert. Dann wurde kurz vor Schluss auch noch eine harte Strafe gegen Doppeltorschütze Zubler ausgesprochen Martigny drückte, trifft durch Stemer nur die Latte. Basel kämpfte. Alleine Molina bugsierte die Scheibe dreimal aus dem eigenen Drittel. Als Martigny den Torhüter für einen sechsten Feldspieler rausnimmt, folgten nochmals hektische letzte Sekunden. Allein in den letzten 11 Sekunden hatten die Gäste drei sehr gute Ausgleichschancen…

Bereits am Donnerstag folgt Spiel Nummer Vier um 20:00 Uhr in Martigny.

EHC Basel – HCV Martigny 2:1 (0:0, 2:1, 0:0)

St. Jakob Arena Basel – 1523 Zuschauende

Schiedsrichter: Joshua Blasbalg; Sven Grübel; Stefan Krsmanovic

Strafen: 2 mal 2 Minuten gegen Basel. 3 mal 2 Minuten gegen Martigny.

Schüsse aufs Tor: Basel: 32 – Martigny 21 (7:9, 15:5, 10:7)

Bestplayer Saison: Basel: Schwarzenbach; Martigny: Seydoux

Bestplayer Spiel: Basel: Zubler; Martigny: Roberts

Tore:  25. Zubler {1} (Terzago {1}, Schwarzenbach {1}) 1:0. 26. Zubler {2} (Schwarzenbach {2}) 2:0. 40. Roberts {1} (Gailland {1}, Stemer {1}) 2:1.

Bemerkungen: 58.Latteschuss Stemer

EHC Basel: Haller (ET: Guggisberg); Blaser, Bachofner; Zubler, Nater; Büsser, Molina; Smith;  Schwarzenbach, Rexha, Terzago;, Alihodzic, Himelfarb, Cavalleri; Lanz, Berger, Sablatnig; Sahli, Kiss, Schnellmann; Révész. Headcoach: Christian Weber; AC: Adrien Plavsic.

HCV: Martigny: Shiyanov (ET: Fèvre) ; Kohler, Chesaux; Vermeille, Boukamel; Currit, Stemer; Duplan; Gailland, Mémeteau, Seydoux; Markun, Martinez, Mojonnier; Moret, Roberts, Valenza; Sammali, Merola, Delessert. Head Coach: Daniele Marghitola.

Halbfinal Spiel 2: HCV Martigny vs EHC Basel

Der EHC Basel gewinnt hitzige Partie im Wallis und gleicht Serie aus

In einem hitzigen, von vielen Zweikämpften und unermüdlichem Einsatz geprägten Spiel gewinnt der EHC Basel das schwierige Auswärtsspiel gegen den HCV Martigny mit 1:2 und holt sich mit diesem Sieg den Heimvorteil zurück.

Christian Weber reagierte auf die unglückliche Startniederlage und mischte die ersten drei Sturmlinien komplett durcheinander. Rexha führte neu die erste Sturmlinie an. Auch den anderen zwei Center Himelfarb und Berger wurden teils andere Flügelspieler zur Seite gestellt.

Viel Härte und Nickligkeiten

Die lautstarken 1632 Zuschauer sahen im Startabschnitt viele Möglichkeiten auf beiden Seiten, das auch von viel Härte und Nickligkeiten begleitet wurde. Herausragend waren die beiden Torhüter, welche einen sicheren und unbezwingbaren Eindruck machten. In den ersten 12 Spielminuten machte sich Basel mit drei Strafen das Leben schwer, überstand dank gutem Boxplay diese Situationen unbeschadet. Ausserdem erarbeitete man sich in Unterzahl auch die eine oder andere gute Torchance. Wie bereits im ersten Spiel zeigte sich Martigny kompakt und setzte auf schnelles Umschaltspiel in beide Richtungen. Basel versuchte mit konzentrierter und konsequenter defensiver Arbeit und offensiv guten Spielverlagerungen dem entgegenzuwirken, was gut gelang. Bei ausgeglichener Spieleranzahl war Basel das bessere Team mit den klareren Torchancen.

Martignys El Assaoui am Ursprung der Walliser Gegentreffer

Stimmungsvoll ging es auch im Mitteldrittel nicht nur auf den Rängen weiter. Die «private Fehde» zwischen Sablatnig und El-Assaoui, welche schon im ersten Spiel augenscheinlich war, war Ursprung des Führungstreffer von Basel. El Assaoui hatte bei einem Angriff von Basel nur Sablatnig im Blick und nicht auch den Puck. Zwar räumte er Sablatnig weg, die Scheibe gelangte jedoch zu Berger, der Basel verdient in Führung brachte. Danach hatte Basel Möglichkeiten das Skore zu erhöhen, was nicht wunschgemäss gelang. Gegen Ende des Abschnitts kamen nun auch die Walliser wieder vermehrt zu Offensivaktionen. In dieser Phase wurde Martigny ein Penalty zugesprochen, welcher Best-Player Gailland verschoss. Kurz darauf gelang jedoch im fünften Überzahlspiel der Ausgleich durch Currit.

Doppelte zweiminütige Unterzahl überstanden

Die Spannung war zu Beginn des Schlussdrittels allen ins Gesicht geschrieben. Basel war nun optisch leicht überlegen. In der 47. Minute startete Verteidiger Bachofner ein Solo. Wie beim Basler Führungstreffer stand wiederum El Assaoui im Web. Dieses Mal wurde er wegen Übertriebener Härte auf die Strafbank geschickt. Nun nutzte Basel diese Möglichkeit zum Siegtreffer. Himelfarbs Hereingabe verwertet Schwarzenbach zum 1:2. Basel versuchte sofort nachzudoppeln, wird jedoch durch zwei diskussionswürdige Entscheide des Schiedsrichters zurückgebunden. Sowohl gegen Zubler wie auch Terzago wurden Strafen ausgesprochen. Was die jeweils drei Basler sowie Torhüter Haller dann zeigten, war herausragend. Schüsse an Schüsse wurden geblockt, auch notfalls liegend. 4,4 Sekunden vor Schluss wurde es beim letzten Bully vor dem Basler Tor nochmals heiss. Mit dem Schlusspfiff hielt Haller aber den Sieg fest, wird jedoch im Anschluss durch einem Stockschlag attackiert, was eine Massenkeilerei mit Total 150 Strafminuten auslöste.

Wie Kapitän Büsser mit seinem Anruf in den Fan Bus mitteilte, werden die Spieler nun die Kräfte wieder bündeln, einen kühlen Kopf bewahren und den Sack in den nächsten beiden Spielen versuchen zuzumachen. Bereits am nächsten Dienstag um 20:15 Uhr folgt in der St. Jakob Arena Spiel Nummer Drei.

HCV Martigny – EHC Basel 1:2 (0:0, 1:1, 0:1)

P. du Forum, Martigny – 1632 Zuschauende

Schiedsrichter: Lars Arpagaus; Yannik Grau, Manuel Evalet

Strafen: 8 mal 2 Minuten und 3 mal 5 Minuten plus aut. Spieldauerdisziplinarstrafe (Alihodzic, Himelfarb, Sablatnig wegen Faustkampf) gegen Basel. 2 mal 2 Minuten plus 3 mal 5 Minuten plus aut. Spieldauerdisziplinarstrafe (El Assaoui, Currit, Vermeille wegen Faustkampf) gegen Martigny.

Schüsse aufs Tor: Basel: 25 – Martigny 30 (9:10, 8:12, 8:6)

Bestplayer Saison: Basel: Alihodzic; Martigny: Gailland

Tore: 23. Berger {1} (Sablatnig {1}) 0:1. 38. Currit {1} (Seydoux {1}) 1:1. 49. Schwarzenbach {1} (Himelfarb {2}) 1:2.

Bemerkungen: 36. Gailland verschiesst Penalty, 56. Timeout Basel. 59. Timeout Martigny.

EHC Basel: Haller (ET: Guggisberg); Blaser, Bachofner; Zubler, Nater; Büsser, Molina; Smith; Schwarzenbach, Rexha, Terzago; Alihodzic, Himelfarb, Cavalleri; Lanz, Berger, Sablatnig; Sahli, Kiss, Schnellmann; Révész Headcoach: Christian Weber; AC: Adrien Plavsic.

HCV: Martigny: Shiyanov (ET: Fèvre) ; Kohler, El Assaoui; Vermeille, Stemer ; Currit, Cheseaux; Duplan, Lenart; Gailland, Loeffel, Seydoux; Moret, Roberts, Valenza; Martinez, Mémeteau, Mojonnier; Sammali, Merola, Delessert. Head Coach: Daniele Marghitola.

Halbfinal Spiel 1: EHC Basel vs HCV Martigny

Unglückliche Niederlage im 1. Playoff-Halbfinalspiel des EHC Basel

Der EHC Basel verliert die erste intensive und spannende Playoff-Halbfinal-Partie gegen den HCV Martigny mit 1:2 nach Verlängerung. Mémeteau war es vorbehalten, in der 78 Minute den entscheidenden Treffer zu erzielen. Basel verpasste es im ersten Drittel durch mangelnde Chancenauswertung, aber auch Abschlusspech die Weichen für den Sieg zu legen.

Sieger dieser Serie steht als Aufsteiger fest

In dieser Serie geht es nicht nur um den Einzug in den Final und damit um den Kampf um den Meistertitel, sondern auch um den Aufstieg in die Swiss League. Basel und Martigny sind die einzigen verbliebenen Clubs, welche sich für eine Liga weiter oben beworben haben. Der Sieger steht somit bereits als Aufsteiger fest. Entsprechend eng und umkämpft

Basler Abschlusspech mit Pfosten- und Lattenschüssen

Nach acht Tagen Spielpause startete Basel stark in die Partie. Die Angriffe wurden wunderbar ausgeführt und die Gäste in dessen Spielhälfte dauerbeschäftigt.  Basel verpasste es aber in dieser Anfangsphase mit mehreren Toren in Führung zu gehen. Neben mehreren guten Möglichkeiten mit vielen Schüssen knapp daneben, trafen Rexha und Molina nur die Torumrandung. Kurz nach Ablauf der ersten Basler Strafe fand Moret die eine kleine Lücke im kurzen Eck bei Haller und trifft entgegen des Spielverlaufs zum 0:1.

Gegentor sorgte für Bruch im Spiel

Dieses Gegentor zeigte Wirkung und führte bei Basel zu einem Bruch im Spiel. Martigny witterte plötzlich ihre Chance, spielte nun offensiver und noch körperbetonter als zuvor. Die Folge waren viele Abspielfehler und verlorene Zweikämpfe des Heimteams. Erst etwa nach Spielhälfte fand Basel wieder etwas besser ins Spiel und konnte sich insbesondere zwischen der 32. und 37. Minute gute Ausgleichschancen erarbeiten. Diese letzten guten Minuten im Mitteldrittel schürten Hoffnung auf einen erfolgreichen letzten Abschnitt.

Basel im Schlussdrittel näher am Sieg

Und der EHC Basel wurde dem gerecht. Eine erste grosse Chance hatte Révésc, der im Anschluss gefoult wurde. Im folgenden Powerplay traf Zubler auch nur den Pfosten. Es war zum Haare raufen. Die Bemühungen von Basel wurden dann endlich in der 43. Minute belohnt. Nater schiesst von der blauen Linie, sieht seinen Schuss eigentlich neben das Tor gehen, bis ein Martigny Verteidiger den Puck unhaltbar für Shiyanov ablenkte. Beide Mannschaften hatten in einer spannenden Schlussphase Chancen den Siegtreffer zu erzielen, wobei das Momentum nach dem Ausgleichstreffer eher bei Basel lag. Beide Torhüter waren aber sehr präsent und hielten ihren Kasten sauber.

Spannung und Nervenkitzel

Auch die zwanzigminütigen Verlängerung im «sudden-death-Modus» verpasste es Basel den Deckel draufzulegen. Cavalleri und Rexha mit der ersten Chance nur Sekunden nach Wiederbeginn. Büsser und Terzago zwei Minuten später. Sechs Minuten später weitere vier Basler Chancen, dann Himelfarb. Dazwischen auch Martigny mit guten Nadelstichen und einem Lattenschuss in Überzahl. In Sachen Spannung und Nervenkitzel war die Partie nicht zu überbieten. Dann folgte die 78. Minute. Nach einem Basler Angriff lief der schnelle Gegenangriff über El Assaoui und Martinez, dessen Pass Mémeteau ohne Chance für Haller zum Siegtreffer ablenkte.

Bereits am Sonntag hat der EHC Basel in Martigny die Möglichkeit die Serie auszugleichen. Spielbeginn ist um 17.30 Uhr. Das dritte Spiel folgt dann am nächsten Dienstag um 20:15 Uhr in der St. Jakob Arena.

EHC Basel – HCV Martigny 1.2 n.V  (0:1, 0:0, 1:0, 0:1)

St. Jakob Arena Basel – 2341 Zuschauende

Schiedsrichter: Jonathan Zbinden; Valentin Frutschi, Nicolas Binnebeek.

Strafen: 4 mal 2 Minuten gegen Basel. 3 mal 2 Minuten gegen Martigny.

Schüsse aufs Tor: Basel: 37 – Martigny 32 (8:8, 8:9, 13:11, 8:4.)

Bestplayer Saison: Basel: Alihodzic; Martigny: Gailland

Bestplayer Spiel: Basel: Nater ; Martigny: Moret

Tore: 15. Moret {1} (Mémeteau {1}, Currit {1}) 0:1. 47. Nater {1} (Himelfarb {1}, Zubler {1}) 1:1. 78. Mémeteau {1} (Martine {1}, El Assaoui {1}) 1:2.

Bemerkungen: 4. Lattenschuss Rexha. 6 Pfostenschuss Molina. 44. Pfostenschuss Zubler. 74. Lattenschuss Martigny.

EHC Basel: Haller (ET: Guggisberg); Blaser, Bachofner; Zubler, Nater; Büsser, Molina; Smith;  Lanz, Alihodzic, Terzago; Révész, Himelfarb, Cavalleri; Sablatnig, Berger, Schwarzenbach; Sahli, Kiss, Schnellmann; Rexha. Headcoach: Christian Weber; AC: Adrien Plavsic.

HCV: Martigny: Shiyanov (ET: Fèvre) ; Kohler, El Assaoui; Vermeille, Stemer ; Currit, Vouardoux ; Cheseaux, Lenart ; Gailland, Loeffel, Seydoux; Martinez, Mémeteau, Mojonnier; Moret, Roberts, Valenza; Sammali, Merola, Delessert. Head Coach: Chrstophe Brown.