Playoff Viertelfinal Spiel 6

Saisonende für den EHC Basel nach hartem Kampf

Der EHC Basel verliert in Visp nach Verlängerung 4:5 und verliert die Playoff Viertelfinalserie mit 2:4 gegen die glücklicheren Walliser. Garry Nunn traf in der 70. Minute im Powerplay.

Fehlen von Supinski, Rouiller und Nater zu schwere Bürde

Eric Himelfarb musste in diesem sechsten Playoff-Viertelfinalspiel auf einige Spieler verzichten. Brett Supinski und Jens Nater fehlten verletzt. Zudem wurde Anthony Rouiller aufgrund eines Crosschecks gegen Riatsch im letzten Spiel vorsorglich für ein Spiel gesperrt sowie ein ordentliches Verfahren eröffnet. Für die drei Fehlenden standen Lucas Bachofner, Nicolas Yanick Warmbrodt sowie Jamie Schaub auf dem Matchblatt. Der junge Vincent Ryser führte die erste Sturmlinie an. Auf Visper Seite wechselte Heinz Ehlers erstmals eine Ausländerposition. Für Nilsson spielte Lindquist (ex Martigny) neben Nunn und Brüschweiler.

Spannend vom Anfang bis zum Schluss

Visp kam etwas besser in die Partie und in der dritten  Spielminute zu einer sehr guten Möglichkeit in Führung zu gehen. Danach behinderte Grossniklaus Liniger bei einem Basler Angriff, was Basel ermöglichte, Powerplay zu spielen. Die beste Chance hatte Stukel, der knapp im Slot die Basler Führung verpasste. In der Folge war das Geschehen auf dem Eis mehrheitlich ausgeglichen. In der Mitte des ersten Abschnitts passt Lindquist von rechts in die Mitte zu Nunn der die Scheibe platziert an Haller vorbei zum 1:0 einnetzt. Eine schöne Einzelaktion von Stukel war der Ausgangspunkt für den Basler Ausgleich. Er legt für Fuss ab, der Müller erwischt. Gegen Ende der ersten 20 Minuten kam Visp nochmals auf. Zunächst eine brenzlige Situation vor Haller, der diese jedoch grad selbst regelt. Kurze Zeit später war er aber nach einer unglücklichen Situation der  Basler Defensive geschlagen geben. Burgener war nach diversen Basler Abwehrversuchen der Letzte am Puck.

Wieder kein Wettkampfglück

Die Basler kamen mit Offensivdrang aus der ersten Pause. Fuss, Huber und auch Liniger kamen nicht mit ihren Abschlüssen an Müller vorbei. Dann trifft Bircher auch noch den Pfosten. Der Ausgleich lag in der Luft, musste aber erzwungen werden. Dies tat Stukel im Powerplay, nachdem Brüschweiler wegen Hohem Stock auf der Strafbank sass. In der 33. Minute wurde ein weiterer hoher Stock gegen das Gesicht von Küng von den Unparteiischen übersehen. Das Spiel läuft weiter mit bitterem Ausgang für Basel, da Eigenmanns Schuss ins Basler Tor geht. Trotzdem wird der Treffer durch die Schiedsrichter angeschaut. Aber nicht wegen des Hohen Stocks gegen Küng, sondern, ob der Schuss noch durch einen hohen Visper Stock abgelenkt wurde. Dies war leider nicht der Fall, so dass das Tor zählte. In der 39. Minute kann Haller die Scheibe nicht ganz festmachen, Mäder stand bereit und erhöhte auf 4:2. Basel reagierte prompt. Küng hatte gutes Zielwasser und trifft knapp am Innenpfosten vorbei zum 3:4.

Stukel schiesst Basel mit Shorthander in die Verlängerung

Visp zeigte im Schlussdrittel nicht mehr vieles in offensiver Hinsicht, konzentrierte sich auf das Verwalten des Vorsprungs und schnelle Gegenangriffe. Die Folge war viel Kampf um die Scheibe und wenige Chancen auf beiden Seiten. So ging die Zeit schneller runter, als die Basler es sich wünschten. Die Beste Möglichkeit hatte Sturny in der 54. Minute. Nach dieser Aktion wurde Brügger wegen angeblichem Crosschecks auf die Strafbank geschickt. Abermals eine zu harte Strafe gegen die Basler. In Unterzahl gelingt dann tatsächlich Stukel mit einem Break der Ausgleich. Nach einem Pass der Bande entlang, entwischt der Kanadier und erwischt Müller zwischen den Beinen hindurch zum verdienten und vielumjubelten 4:4. Basel überstand auch diese Strafe, muss sich  jedoch weiteren Angriffen der Walliser erwehren. Die letzte Aktion der regulären Spielzeit hatte jedoch Küng Sekunden vor Schluss.

Visp verdiente sich Siegtreffer in der Verlängerung

Die Walliser waren offensichtlich stark entschlossen, die Partie rasch möglichst für sich zu entscheiden. Bereits nach 30 Sekunden erste Schrecksekunde. Nunn zwingt Haller zu einer Parade. Kurze Zeit später geht Eggenbergers Geschoss knapp am Tor vorbei. Auch Kuonen scheiterte knapp. Dann die spielentscheidende Strafe gegen Higgins wegen Haken. Mit dem ersten und einzigen Visper Powerplaytor überhaupt in dieser Serie schiesst Nunn die Walliser ins Glück.

Fazit

Die Basler hatten insbesondere in den ersten drei Spielen nicht das Wettkampfglück, was es manchmal eben auch braucht, Gerade in diesen Partien machte Visps Torhüter Müller den Unterschied. Nur mit je einem Tor Unterschied gingen die vier Spiele verloren. 244 zu 145 lautete das Torschussverhältniss  zu Gunsten von Basel. Im Normalfall reicht dies. Den Ausfall wichtiger Schlüsselspieler im heutigen Spiel und nicht immer glückliche Schiedsrichterentscheide kamen hinzu. Kumuliert führte dies eben zur Halbfinalqualifikation von Visp. Was bleibt, ist eine sehr gute Saison mit dem zweiten Rang in der Qualifikationsrunde, dem Cupsieg und großartige Spiele, welche den Basler Anhang zu begeistern wussten. Das gibt ein gutes Gefühl auf die kommende Saison 2024/2025.

EHC Visp - EHC Basel 5:4 (2:1, 1:1, 1:2)
(Endstand Serie: 2:4)

Lonza Arena Visp  - 3243 Zuschauende

Schiedsrichter: Julien Staudenmann, Franco Castelli; François Micheli, Christophe Pitton Strafen: 5 mal 2 Minuten gegen Basel; 4 mal 2 Minuten gegen Visp

Bestplayer Playoff: Stukel (Basel); Burgener (Visp)

Bestplayer Spiel: Fuss (Basel); Eigenmann (Visp)

Torschüsse: Visp 34, Basel 32 (12:8, 12:12, 5:10)
Torschüsse Verlängerung: Visp 5, Basel 2                                                                         

Tore: 10. Nunn (Lindquist) 1:0. 17. Fuss (Stukel) 1:1. 19. Burgener (Eigenmann) 2:1. 27. Stukel 2:2. 33. Eigenmann (Gähler) 3:2. 39. Mäder (Eigenmann) 4:2. 39. Küng 4:3. 55. Stukel (Aeschbach) 4:4. 70. Nunn (Eigenmann) 5:4.

Bemerkungen: 25. Pfostenschuss Bircher. 37. Pfostenschuss Andy Ritz. 62 Pfostenschuss Eggenberger.

EHC Basel: Haller (ET: Henauer); Füllemann, Zubler; Bircher, Bachofnen; Füllemann, Higgins, Aeschbach; Warmbrodt; Stukel, Ryser, Fuss; Liniger, Kummer, Küng; Sturny, Brügger, Huber; Hüsler, Rexha, Näf; Schaub. HC: Eric Himelfarb AC: Michel Zeiter. Basel ohne: Nater, Rouiller, Meile, Supinski, Sablatnig, Cavalleri.

EHC Visp: Müller (ET: M. Ritz); Eigenmann, Gähler; Grossniklaus, Pinana; Eggenberger, Weisskopf; Fuchs, Werder; Brüschweiler, Lindquist, Nunn; Haussener, Canova, Wüest; Chiriaev, Mäder, Kuonen; Burgener, A. Ritz, Riatsch; Head Coach: Heinz Ehlers.

Weitere Spiele

Thurgau – Olten 0:3 (Endstand: 2:4). Sierre – GCK Lions 1:2 (Stand: 2:4). La Chaux-de-Fonds – Winterthur 4:2 Endstand.

Playoff Viertelfinal Spiel 5

Überzeugender EHC Basel gewinnt gegen den EHC Visp mit 6:2.

(Bericht: Reto Büchler)

Vor 3175 Zuschauenden gewinnt der EHC Basel gegen den EHC Visp hochverdient mit 6:2 und verkürzt damit die Playoff-Serie auf 2:3. Bei einer grossartigen Mannschaftsleistung ragten Torhüter Fabio Haller, Dario Kummer (2 Tore und 1 Assist) sowie Jakob Stukel (2 Assists), der vor dem Spiel als Topscorer der Qualifikationsrunde geehrt wurde, heraus.

Basel Präsent, wirblig und unberechenbar

Nach zwei, drei Minuten Anwärmzeit war im Startabschnitt nur eine Mannschaft spielbestimmend, der EHC Basel. Ryser, Rouiller schön freigespielt von Kummer und Supinski hätten nach einer ersten Druckphase bereits früh ihre Farben in Führung schiessen müssen. Jedes Mal war es Visps Torhüter Müller, der dies zu verhindern wusste. Erinnerungen wurden wach an die ersten Spiele der Serie, umso mehr als Stukel kurze Zeit später den Pfosten traf und Bircher knapp mit einem Buebetrickli scheiterte.  Basel zeigte sich sehr präsent vor dem Tor, unberechenbar in ihren Aktionen  und läuferisch top. Vorläufig gestoppt wurde Basel durch eine erste Zweiminutenstrafe und hatte dabei Glück, dass Nilsson bei einem von nur drei Schüssen auf das Basler Tor im ersten Drittel nur die Latte traf. Im Anschluss an die Strafe brachten die Basler das einzige Mal in diesem Spiel die Scheibe nicht aus dem Drittel, bis Haller dem mit einer wichtigen Parade ein Ende setzte. Kurz vor Ende des ersten Abschnitts dann doch noch die Basler Führung. Huber bringt den Puck von der blauen Linie vor das Tor, wo Brügger zum 1:0 ablenkt. Zehn Sekunden vor der Sirene wehrte Müller gegen Fuss in Extremis ab und verhinderte den zweiten Gegentreffer.

Box- und Powerplay machen den Unterschied

Auch im Mittelabschnitt war Basel da, machte die Checks fertig und liess die Gäste überhaupt nie in Ruhe aufbauen. Trotzdem stand Haller seit längerem wieder während einem Visper-Powerplay im Fokus. Nachdem dieses überstanden war, stibitzte Stukel an der Mittellinie einem Walliser die Scheibe, zieht davon und passt auf den mitlaufenden Supinski, der zum 2:0 trifft. Der Torschütze erhält kurze Zeit später ein Stockende an die Schulter und muss in der Kabine bleiben. Sekunden danach fällt ein Visper Spieler gar leicht, wodurch Zubler auf die Strafbank geschickt wurde. Zuviel für Basels Coach, der dringenden Redebedarf mit dem Schiedsrichter hatte und sich kaum beruhigen konnte. Nach weiteren überstandenen zwei Minuten in Unterzahl schiesst Dähler Richtung Basler Tor, wo Chiriaev zum 1:2 ablenkt. Basel lässt sich von diesem Gegentreffer nicht beeindrucken und erspielte sich weitere Möglichkeiten durch Sturny oder durch Rexha, der den Pfosten traf. Dann darf auch Basel Powerplay spielen und trifft durch einen strammen Schuss von Kummer zum 3:1.  Zum Ende des Drittels waren dann die Stöcke im Fokus der Schiedsrichter. Nater und Rouiller wegen Hohen Stock sowie Brüschweiler (Cross-Check) mussten auf der Strafbank Platz nehmen. Stukel verpasste mit einem Break knapp den vierten Basler Treffer.

EHC Basel überzeugt auf der ganzen Linie

Nachdem Basel zu Beginn des Schlussdrittels abermals eine Unterzahlsituation überstanden hatte, war Müller auf der anderen Seite wieder beschäftigt. Huber, Kummer sowie Ryser, der Supinski als Center der ersten Linie ersetzte, erarbeiteten sich weitere Möglichkeiten. Die Vorentscheidung für Basel in der 49. Minute war ebenfalls ein Powerplaytor, und was für eines. Stukel nimmt Anlauf, läuft durch die Visper Verteidigung. Sein Pass verwertet Kummer.  In der 56. Minute checkt Liniger hart, aber korrekt. Die Scheibe bleibt in Basler Besitz, wo Kummer zu Aeschbach spielt, der via Pfosten zum fünften Basler Tor trifft. Nach einem Abstauber Tor durch Chiriaev kurz danach kam nochmals ganz leise Hoffnung bei Visp auf. Basel lässt jedoch nichts mehr anbrennen. Den Schlusspunkt setzt während der verdienten "Standing Ovation" des Basler Publikums Ueli Huber mit dem 6:2.

Das nächste Spiel findet wieder in Visp statt. Spielbeginn ist am Sonntag um 17:45 Uhr. Sollten die Basler abermals gewinnen, findet das siebte und entscheidende Spiel am nächsten Dienstag um 19:45 Uhr in der St. Jakob Arena statt.  

EHC Basel – EHC Visp 6:2 (1:0, 2:1, 3:1) (Stand: 2:3)

St. Jakob Arena  - 3175 Zuschauende

Schiedsrichter: Roland Gerber, Loîc Ruprecht; François Ruprecht

Strafen: 6 mal 2 Minuten gegen Basel; 4 mal 2 Minuten gegen Visp

Bestplayer Playoff: Stukel (Basel); Burgener (Visp)

Bestplayer Spiel: Kummer (Basel); Chiriaev (Visp)

Torschüsse: Basel 26, Visp 13 (11:3, 10:7, 5:3)   

Tore: 19. Brügger (Huber) 1:0. 29. Supinski (Stukel) 2:0. 32. Chiriaev (Gähler, Eigenmann) 2:1. 37. Kummer (Rouiller, Brügger) 3:1. 49. Kummer (Stukel) 4:1. 57. Aeschbach (Kummer) 5:1. 57. Chiriaev (Eigenmann, Gähler) 5:2. 60. Huber 6:2.

Bemerkungen: Topscorer Ehrung Jakob Stukel. 8. Pfostenschuss Stukel. 14. Pfostenschuss Nilsson. 30. Supinski verletzt ausgeschieden. 34. Pfostenschuss Rexha.

EHC Basel: Haller (ET: Henauer); Zubler, Nater; Bircher, Rouiller; Füllemann, Aeschbach; Higgins; Stukel, Supinski, Fuss; Liniger, Kummer, Küng; Sturny, Brügger, Huber; Rexha, Ryser, Hüsler, Näf. HC: Eric Himelfarb AC: Michel Zeiter. Basel ohne: Bachofner, Meile, Warmbrodt, Schaub, Sablatnig, Cavalleri.

EHC Visp: Müller (ET: M. Ritz); Eigenmann, Gähler; Grossniklaus, Pinana; Eggenberger, Weisskopf; Fuchs, Werder; Brüschweiler, Nilsson, Nunn; Haussener, Canova, Wüest; Chiriaev, Mäder, Kuonen; Burgener, A. Ritz, Riatsch; Head Coach: Heinz Ehlers.

Weitere Spiele

La Chaux-de-Fonds – Winterthur 3:2 n.V (Stand: 3:2). Olten – Thurgau 8:0 (Stand: 3:2). GCK Lions – Sierre 4:2 (Stand: 3:2)

Playoff Viertelfinal Spiel 4

Effizienz massiv verbessert. EHC Basel gewinnt in Visp mit 7.2

Nach sechs gespielten Minuten und zwei Gegentoren schien der EHC Basel praktisch ausgeschieden. Nach drei überstandenen Strafen und ebenso vielen Weitschusstoren kehrten die Basler die Partie zu ihren Gunsten. Entscheidend dabei war neben dem starken Boxplay (fast 14 Minuten ohne Gegentor) die Torschutzeffizienz. Hatte Basel in den ersten drei Spielen eine Torschussquote von knapp 6%, waren es in diesem Spiel fast 19%! Fabio Haller, der nach sechs Minuten Henauer ersetzte, feierte zudem einen persönlichen Shutout. Vorne trafen Aeschbach und Stukel je Zweimal.

Verrücktes Startdrittel

Basel war zu Beginn spielbestimmend, ohne sich jedoch grosse Chancen zu erarbeiten.

Nach sechs Minuten war Visp dann plötzlich mit 2:0 in Führung. Wie dies entstanden ist, war symptomatisch für die bisherige Playoff-Viertelfinal-Serie. Basel im Angriff. Sturny auf Rouiller, der direkt abschliessen will, den Puck jedoch nicht richtig trifft. Der fällige Konter verwertet Riatsch mit einem Alleingang zur Führung. Nur 30 Sekunden später wird Henauer in der kurzen Ecke aus spitzem Winkel von Burgener durch die wohl einzige vorhandene Lücke erwischt. Zwei Schüsse, zwei Tore. Effizienz pur! Obwohl Henauer keine klare Schuld trifft, wird er durch Haller ersetzt. Basel machte sich  in der Folge mit drei unnötigen Strafen das Leben weiter schwer. In diesen Unterzahlsituationen verteidigten die Basler jedoch vorzüglich, was wieder Optimismus versprühte. Nachdem wieder die vierte Sturmlinie von Visp durch Riatsch eine sehr gute Chance vergab, folgten drei praktisch identische  Weitschusstore innerhalb von 136 Sekunden. Sowohl bei den beiden Toren von Aeschbach wie auch von Nater gab ein Stürmer den entscheidenden Pass zurück zum Verteidiger.

Stukel macht es Aeschbach nach und trifft zweimal

Die Basler kommen mit einer anderen Körpersprache aus der Kabine. Eine erste Chance hatte Huber, der die Scheibe vor Müller nicht vorbeibrachte. Die Walliser schienen durchaus beeindruckt und waren mit Abwehraufgaben beschäftigt. In der 26. Minute wurde Huber vor dem gegnerischen Tor regelwidrig gestört, was eine Strafe zur Folge hatte. Nachdem das Anspiel im Angriffsdrittel gewonnen wurde, war es wieder Aeschbach, dessen guten Schuss Müller nur abwehren kann. Stukel steht am richtigen Ort und erzielt das 4:2. Danach umgekehrtes Bild. Visp orientierte sich mehr und mehr in Richtung Basler Tor, die Basler ihrerseits lauerten auf Umschaltmöglichkeiten. So eine führte zum fünften Treffer durch einen schönen Handgelenksschuss von Stukel nach schönem Pass von Nater. Weniger gut die Aktion des Verteidigers kurz danach, welche zu einem weiteren Unterzahlspiel wegen übertriebener Härte führte. Abermals verhinderte Haller und seine Vorderleute einen Gegentreffer. Wieder zurück lanciert Nater Sturny, der knapp scheiterte. Aufregung kurz vor Ende des Schlussdrittels. Harter Ellbogencheck von Weisskopf gegen Sturny, was «nur» zwei Strafminuten für den Visper, aber eine blutige Lippe für den Basler zur Folge hatte.

Vier Spieldauerdisziplinarstrafen zum Schluss

Basel zu Beginn des Schlussdrittels in Überzahl und mit einem Pfostenschuss von Rexha. In der Folge weitere Strafe gegen Basel, wieder überstanden. Kurz danach verliert Nunn an der Mittellinie die Scheibe an Supinski, der Müller mit einem nicht gerade unhaltbaren Handgelenkschuss überrascht. Nach Supinskis Treffer sitzt mit Huber wieder ein Basler auf der Strafbank. Es ist jedoch nicht Visp, welches das nächste Tor erzielt, sondern Hüsler auf Pass von Bircher in Unterzahl.  Danach schien die Luft bei beiden Seiten etwas draussen, bis eine Auseinandersetzung von Küng mit Pinana wieder etwas Leben auf dem Eis einhauchte. Auch dieses Powerplay brachte Visp kein Treffer, sodass Haller einen persönlichen Shutout feiern durfte. Acht Sekunden vor Schluss war noch Frustbewältigung angesagt, was aufgrund der Faust- und Ringkämpfe unter anderem vier Spieldauerdisziplinarstrafen zur Folge hatte. Im Ganzen wurde in dieser Partie dadurch Total 138 Strafminuten ausgesprochen.

Mit dem Sieg verkürzte Basel die Serie auf 1:3 und schöpft neue Hoffnung, diese Serie drehen zu können. Am nächsten Freitag um 19:45 Uhr folgt eine weitere Gelegenheit dazu mit Spiel Nummer fünf in der St. Jakob Arena.

EHC Visp – EHC Basel 2:7 (2:3, 0:2, 0:1) (Stand: 3:1)

Lonza Arena Visp  - 2973 Zuschauende

Schiedsrichter: Didier Massy, Christian Potocan; Sandro Baumgartner, Dominik Bichsel

Strafen: 11 mal 2 Minuten plus 2 mal 5 Minuten plus 2 mal Spieldauerdisziplinarstrafe (Huber, Faustkampf; Näf, Faustkampf)  gegen Basel; 8 mal 2 Minuten plus 2 mal 5 Minuten plus 2 mal Spieldauerdisziplinarstrafe (Werder, Faustkampf; Fuchs Faustkampf) gegen Visp

Bestplayer Playoff: Hüsler (Basel); Burgener (Visp)

Bestplayer Spiel: Aeschbach (Basel); Riatsch (Visp)

Torschüsse: Visp 25, Basel 37 (9:9, 10:16, 6:12) 

Tore: 6. Riatsch. 1:0. Burgener (Canova) 2:0. 18. Aeschbach (Kummer, Küng) 2:1. 19. Nater (Ryser) 2:2. 20. Aeschbach (Sturny) 2:3. Stukel (Aeschbach, Kummer) 2:4. 34. Stukel (Nater) 2:5. 42. Supinski 2:6. 46. Hüsler (Bircher) 2:7.

Bemerkungen: 41. Pfostenschuss Rexha 52. Lattenschuss Grossniklaus.

EHC Basel: Henauer (ab 6. Haller); Zubler, Nater; Bircher, Rouiller; Füllemann, Aeschbach; Bachofner; Stukel, Supinski, Fuss, Liniger, Kummer, Küng; Sturny, Brügger, Huber; Rexha, Ryser, Hüsler, Näf. HC: Eric Himelfarb AC: Michel Zeiter. Basel ohne: Higgins, Meile, Warmbrodt, Schaub, Sablatnig, Cavalleri.

EHC Visp: Müller (ET: M. Ritz); Eigenmann, Gähler; Pinana, Grossniklaus; Eggenberger, Weisskopf; Fuchs, Werder; Brüschweiler, Nilsson, Nunn; Haussener, Canova, Wüest; Chiriaev, Mäder, Kuonen; Burgener, A. Ritz, Riatsch; Head Coach: Heinz Ehlers.

Weitere Spiele

Winterthur - La Chaux-de-Fonds 4:0 (Stand: 2:2). Thurgau - Olten 2:1 (Stand: 2:2). Sierre - GCK Lions 5:6 n.V. (Stand: 2:2)

Playoff Viertelfinal Spiel 3

«Dreck auf der Schaufel». Der EHC Basel verliert wieder knapp, dieses Mal mit 2:3

Das Wettkampfglück war auch im dritten Playoff-Viertelfinalspiel zwischen dem EHC Basel und dem EHC Visp auf der Walliser Seite. So verlieren die Basler auch das dritte Spiel mit einem Tor Unterschied mit 2:3.

Himelfarb mit einigen Umstellungen

Nach den ersten zwei unglücklichen Niederlagen in dieser Playoff-Viertelfinalpartie gegen den EHC Visp war Head Coach Eric Himelfarb gezwungen, neue Impulse zu setzten. Er tat dies einerseits mit einem Torhüterwechsel von Andri Henauer zu Fabio Haller und andererseits mit Umstellungen in den Linien. In der Verteidigung agierten wieder die gewohnten Pärchen und im Sturm spielte Noah Fuss auf den rechten Flügel mit dem Ausländerduo. Auch die restlichen Sturmlinien haben  in der Qualifikationsrunde gezeigt, dass sie in dieser Zusammensetzung erfolgreich sein können. Auf Visper Seite hatte Heinz Ehlers, bis auf eine Rochade in der Verteidigung, keine Gründe für eine Veränderung gesehen.

Basler Führung entgegen Spielverlauf

Wer in der Serie in Führung lag, war zu Beginn augenscheinlich. Während Visp frei aufspielte, war den Baslern doch eine leichte Nervosität anzumerken. Die Basler konnten ihre spielerischen und läuferischen Vorteile nicht ausspielen, rieben sich in vielen Zweikämpfen auf, welche die physisch stärkeren Oberwalliser ausnutzten. Mit Glück und Haller konnte aber ein früher Rückstand vermieden werden. In der 12. Minute können sich Fuss und Supinski einmal durchsetzen. Letzterer trifft wunderbar zum 1:0. Die Führung war entgegen den bisherigen Spielverlaufs, tat jedoch den Baslern gut. Von nun an war man mit dem Gegner mindestens auf Augenhöhe.

Statt 2:0 stand es 1:2

Auch im Mittelabschnitt taten sich die Basler schwer sich gegen die robusten Gegner durchzusetzen. So war es ein Kampfspiel um jede Scheibe. Haller verhinderte in der 24. Minute mit einem Big Save den Ausgleich. Auf der anderen Seite hatte insbesondere Küng mehrere gute Möglichkeiten, brachte jedoch die Scheibe nicht an Müller vorbei. Der Torhüter von Visp schien die Pucks magnetisch anzuziehen, zu zentral und zu hoch wurden sie abgegeben. Mehr Glück hatte Burgener. Nach einem Zweikampf um die Scheibe nach einem Anspiel kommt diese zum Torschützen, der verdeckt abzieht und trifft. Basel sofort bemüht den alten Vorsprung wieder herzustellen, verliert jedoch den Puck im Angriffsdrittel. Den schnellen Gegenstoss verwertete der freistehende Nunn nach schöner Vorarbeit von Nilsson und Brüschweiler. Das folgende Timeout brachte zunächst nicht die gewünschte Reaktion. Im Gegenteil. Vier Minuten Unterzahl mussten überstanden werden, was dem EHC gelang. So gingen die Basler nur mit einem Tor Rückstand in das Schlussdrittel.

Wieder Abschlusspech

In den letzten zwanzig Spielminuten zeigten die Basler wieder ihr Sonnengesicht. Es wurde mehr gelaufen und das Tempo mit schnelleren einfachen Pässen erhöht. Aeschbach und Nater hatten erste gute Möglichkeiten. In der 48. Minute dann der überfällige Ausgleich durch Hüsler, der die Scheibe ins Tor stocherte. Ehlers verlangte die Coach’s Challenge. Die Schiedsrichter sahen jedoch kein Vergehen, sodass der Treffer zählte. Die Basler verpassten im nachfolgenden Überzahlspiel mit Chancen von Stukel und Rexha in Führung zu gehen. Beide Male war Müller der Spielverderber. Dann kam auch noch Pech dazu, als bei einem weiteren Powerplay sowohl Rouiller wie auch Brügger nur die Torumrandung trafen. Es war frustrierend für die nun klar überlegenen Basler. Umso mehr, als das Beinstellen gegen Rouiller nicht geahndet wird und im Gegenzug der Siegtreffer von Visp fällt. Es scheint sich alles gegen die Basler zu verschwören. Auch eine weitere Coach’s Challenge, diesmal von Himelfarb, nützte nichts. In einer unübersichtlichen Situation mit Goalie Haller ohne Helm und am Boden bringt Haussener den Puck über die Linie.  Einen letzten guten Abschluss hatte noch Supinski, als Haller für einen sechsten Feldspieler Platz machte. Es wollte aber wieder nicht sein.

Damit steht es in der Serie 3:0 für Visp. Es hätte grad so gut umgekehrt sein können. So sind die Basler nun gezwungen am Dienstag zu gewinnen, um ein weiteres Heimspiel am kommenden Freitag zu erzwingen. Sonst ist die Saison beendet. Hoffentlich steht für einmal das Wettkampfglück auf Basler Seite.

EHC Basel – EHC Visp 2:3 (1:0, 0:2, 1:1) (Stand: 0:3)

St. Jakob Arena Basel - 2682 Zuschauende

Schiedsrichter: Peter Gäumann, Geoffrey Jordi; Fabrizio Bachelut, Lars Nater

Strafen: 4 mal 2 Minuten gegen Basel; 3 mal 2 Minuten gegen Visp

Bestplayer Playoff: Bircher (Basel); Burgener (Visp)

Bestplayer Spiel: Hüsler (Basel); Nunn (Visp)

Torschüsse: Basel 45 Visp 33 (11:10, 10:15, 24:8)

Tore: 12. Supinski (Fuss) 1:0. 29. Burgener (Riatsch, Ritz) 1:1. 30. Nunn (Brüschweiler, Nilsson) 1:2. 48. Hüsler (2:2.). 57. Haussener (Canova, Wüest) 3:2.

Bemerkungen: 30. Timeout Basel. 52. Pfostenschuss Rouiller und Lattenschuss Brügger. 60. Timeout Basel.

EHC Basel: Haller (ET: Henauer); Zubler, Nater; Bircher, Rouiller; Füllemann, Aeschbach; Bachofner; Stukel, Supinski, Fuss, Sturny, Kummer, Küng; Ryser, Brügger, Schaub; Hüsler, Rexha, Huber; Liniger. HC: Eric Himelfarb AC: Michel Zeiter. Basel ohne: Higgins, Meile, Warmbrodt, Näf, Sablatnig, Cavalleri.

EHC Visp: Müller (ET: M. Ritz); Eigenmann, Gähler; Grossniklaus, Pinana; Eggenberger, Fuchs;  Weisskopf, Werder; Brüschweiler, Nilsson, Nunn; Haussener, Canova, Wüest; Chiriaev, Mäder, Kuonen; Burgener, A. Ritz, Riatsch; Head Coach: Heinz Ehlers.

Weitere Spiele

La Chaux-de-Fonds - Winterthur 8:0 (Stand: 2:1). Olten – Thurgau 4:3 n.V (Stand: 2:1). GCK Lions - Sierre 2:4 (Stand: 1:2)

Playoff Viertelfinal Spiel 2

Der EHC Basel geht trotz 3:0 Führung mit 3:4 als Verlierer vom Eis

Ein zwei Drittel lang besserer EHC Basel gab einen Drei-Tore-Vorsprung aus der Hand. Wie bereits im ersten Spiel dieses Playoff-Viertelfinale war Visp bei ihren Abschlussversuchen die glücklichere Mannschaft. Schlüsselszene war das vierminütige torlose Powerplay von Basel Ende des Mitteldrittels. Mit den vorübergehenden Ausfällen von Stukel (beim Stand von 1:3) sowie Zubler (Stock ins Gesicht) fehlten zwei wichtige Spieler für das Special Team.

Himelfarb nahm gegenüber der unglücklichen Niederlage von Dienstag fast keine Änderungen vor. Einzig Jamie Schaub war aufgrund der Verletzung von Ueli Huber auf dem Matchblatt. Den Platz von Huber nahm in der 3. Linie Santiago Näf ein. Mehr Wechsel gab es auf Visper Seite, wo Heinz Ehlers zwar die Verteidigung unverändert liess, die Angriffsformationen aber neu durchmischte. Durch den Wechsel des Schweden Nilsson zu Nunn in die erste Formation war Visp offensiver ausgerichtet, als noch in Basel.

Basels Defensive lässt in der ersten Spielhälfte nicht viel zu

Die ersten Minuten waren ausgeglichen. Eine erste unübersichtliche Situation gab es nach etwa drei Minuten vor dem Walliser Tor. Basel insgesamt jedoch temporeicher und druckvoller unterwegs. So verwunderte es nicht unbedingt, dass in der siebten Minute Hüsler nur regelwidrig von einem möglichen Torschuss abgehalten werden konnte. Das folgende Powerplay sah gut aus, Möglichkeiten waren da, die Schüsse jedoch gingen jeweils knapp neben das Tor. Nur acht Sekunden nach Ende der Überzahlsituation passte Ryser auf den rechten Flügel zu Verteidiger Nater. Seine schöne Hereingabe verwertete Hüsler perfekt. Die grossen Möglichkeiten hatte Visp nicht. Die erste Parade von Henauer wurde in der 15. Minute nach dem Knaller von Andy Ritz notiert. Viel mehr liess die Defensive der Basler auch nicht zu. Laut wurde es in der Lonza Arena nur bei Umschaltmomenten. Kurz vor Ende des Startabschnitt tauchte Kummer plötzlich vor Müller auf, trifft den Puck aus der Luft jedoch nicht wie gewünscht.

Vorübergehende Ausfälle von Stukel und Zubler spielentscheidend

Das Mitteldrittel begann für Basel wunschgemäss. 22 Sekunden waren gespielt als Brett Supinski sein Bully gewann, auf Müller zuläuft und den Goalie zum 0:2 bezwingt. Nach einer Basler Druckphase können sich die Visper nicht auswechseln.lassen. Bircher ist es schlussendlich, der mit einem schönen Schlenzer den dritten Treffer erzielt. Nur eine halbe Minute später Schuss von Gähler. Gute Parade von Henauer. Die Scheibe fällt jedoch direkt zu Chiriaev, der den Anschluss wieder herstellt. Das Tor fiel wie aus heiterem Himmel. Danach muss Stukel zur Behandlung in die Kabine und kommt erst im Schlussdrittel wieder. Basel war trotzdem weiterhin spielbestimmend  und erarbeite sich Tormöglichkeiten. Bei einem Entlastungsangriff bring Pinana den Puck von der blauen Linie  einfach mal vor das Tor, wo Chiriaev steht und ihn unhaltbar für Henauer ablenkt. Angefeuert von den Zuschauern folgt eine erste Druckphase von Visp.  Jordan Gähler hält drauf und trifft tatsächlich mit einem Weitschuss zum Ausgleich. Eine zwei mal zwei Minutenstrafe gegen Werder wegen hohen Stocks ermöglicht Basel vier Minuten in Überzahl zu spielen. Dabei wurden zwar Tormöglichkeiten erspielt, im Großen und Ganzen verhinderte Visp mit grossem Kampf aber ein Gegentor. Somit musste der Schlussabschnitt entscheiden.

Topscorer Burgener mit dem «Winning Goal» kurz vor Schluss

Mit der gelungenen Aufholjagt im Rücken kam Visp mutig und aggressiver aus der Kabine.  Die Basler waren nun praktisch nur mit Defensivaufgaben beschäftigt. Henauer musste nach und nach sein Können beweisen. Nach dem rund siebenminütigen Angriffswirbel konnte Basel das Geschehen auf dem Eis wieder ausgeglichen gestalten.  Der Ausgang des temporeichen und spannenden Spiels war offen. Es war Visps Topscorer Burgener, der zwei Minuten vor Schluss mit einem schönen Handgelenkschuss zum Siegtreffer trifft. Das Herausnehmen von Henauer für einen sechsten Feldspieler nutzte nichts mehr. Die Scheibe wollte auch an diesem Abend nicht ins Tor des Gegners. Die Aussage eines Supporters von Visp nach dem Spiel, dass nicht die bessere Mannschaft 2:0 führt, spricht Bände. Noch ist aber nichts verloren. Es braucht vier Siege einer Mannschaft, um in den Halbfinal einzuziehen. Am Sonntag um 17:00 Uhr folgt in der St. Jakob Arena Spiel Nummer Drei. Der EHC Basel hofft dabei auf viel Unterstützung des Basler Anhangs in dieser wichtigen Partie. Die ideale Einstimmung auf die kommenden «drey scheenschte Dääg.»

EHC Visp – EHC Basel 4:3 (0:1, 3:2, 1:0) (Stand: 2:0)

Lonza Arena Visp - 3063 Zuschauende

Schiedsrichter: Roland Gerber, Loîc Ruprecht; Benjamin Francey, Gilles Wermeille

Stafen: 1 mal 2 Minuten gegen Basel; 3 mal 2 Minuten gegen Visp

Bestplayer Saison: Stukel (Basel); Nunn (Visp)

Bestplayer Spiel: Supinski (Basel); Chiriaev (Visp)

Torschüsse: Visp 24 Basel 32 (6:11, 8:13, 10:8)   

Tore: 9. Hüsler (Nater, Ryser) 0:1. 21. Supinski 0:2. 28. Bircher 0:3. 29. Chiriaev (Gähler) 1:3. 34. Chiriaev (Pinana, Mäder) 2:3. 36. Gähler (Riatsch) 3:3. 58. Burgener (Riatsch) 4:3.

Bemerkungen: 60. Timeout Basel.

EHC Basel: Henauer (ET: Haller); Füllemann, Nater; Bircher, Rouiller; Zubler, Aeschbach; Bachofner; Stukel, Supinski, Ryser; Fuss, Kummer, Küng; Sturny, Brügger, Näf; Liniger, Rexha, Hüsler; Schaub. HC: Eric Himelfarb AC: Michel Zeiter. Basel ohne: Higgins, Meile, Warmbrodt, Huber, Sablatnig, Cavalleri.

EHC Visp: Müller (ET: M. Ritz); Eigenmann, Gähler; Grossniklaus, Pinana; Fuchs, Weisskopf; Eggenberger, Werder; Brüschweiler, Nilsson, Nunn; Haussener, Canova, Wüest; Chiriaev, Mäder, Kuonen; Burgener, A. Ritz, Riatsch; Head Coach: Heinz Ehlers.

Weitere Spiele

Winterthur - La Chaux-de Fonds 4:2 (Stand: 1:1). Thurgau – Olten  3:2 (Stand : 1:1). Sierre – GCK Lions 6:3 (Stand: 1:1)

EHC Basel - EHC Visp - Spiel 1

Fehlendes Wettkampfglück. Basel verliert gegen Visp mit 1:2.

(Bericht: Reto Büchler)

Die erste Partie im Playoff-Viertelfinale im «Best-of-Seven»-Modus verliert der EHC Basel unglücklich mit 1:2. Matchwinner war Gästetorhüter Stefan Müller, der 39 Schüsse auf sein Tor abwehren konnte. Auf der anderen Seite reichten 16 Torschüsse von Visp, um die spielentscheidenden zwei Tore zu schiessen.

Sehr effizientes Visp

Der Start in diese Playoff-Serie war zunächst sehr taktisch geprägt. Basel versuchte mit wirbligem und schnellem Spiel das Bollwerk an der gegnerischen blauen Linie zu durchbrechen oder falls die Gäste die Räume in der Basler Verteidigungszone dicht machten, mit langen Pässen die neutrale Zone schnell zu überbrücken. Die Walliser ihrerseits lauerten nach Scheibengewinnen auf ihre Umschaltmomente. So entwickelte sich zunächst ein taktisch geprägtes Spiel, wobei Burgener mit der ersten Chance und einem Ablenker seine Mannschaft in Führung brachte. Sieben Minuten später erhöhte Haussener mit der praktisch zweiten Möglichkeit zum 0:2. Trotz spielerischer Überlegenheit gelang Basel im Startabschnitt kein Tor.

Zwanzig Schüsse, davon drei an die Torumrandung

Die Basler kamen entschlossen aus der Kabine. Die klarste Chance hatte aber in der 25. Minute Visp-Topscorer Nunn, der das leere Tor nicht traf. Praktisch im Gegenzug läuft Ryser auf der linken Seite hinter das Tor, spielt die Scheibe zu Bircher, der noch an Müller hängen bleibt. Stukel steht jedoch da und verwertet den Abpraller zum Anschlusstreffer. Was nachher passiert, war womöglich das Beste, was die Basler bisher in dieser Saison zeigten. Die Gäste kamen praktisch nicht mehr aus ihrem Drittel raus. Das aus zwanzig Torschüssen nur ein Tor resultierte war jedoch nicht nur dem starken Müller geschuldet, sondern auch dem Abschlusspech. So scheiterten Bachofner, Kummer und Supinski an der Torumrandung. Eine Chance nach dem anderen erkämpften sich die Basler durch viele Scheibengewinnen in der Spielhälfte von Visp. Teilweise standen alle Walliser Spieler vor ihrem Torhüter, was es schwierig machte, überhaupt eine Lücke zu finden. Statt mit zwei, drei Toren Vorsprung mussten die Basler somit versuchen, den Rückstand in den letzten zwanzig Minuten wettzumachen.

Kein Wettkampfglück

Die Pause tat den Gästen gut. Zumindest liessen sie sich nicht mehr so unter Druck setzen wie im Mittelabschnitt. Trotzdem hatten Brügger, Rouiller und Kummer ihre Möglichkeiten den Ausgleich zu erzielen. Der österreichische Internationale im Tor von Visp machte es den Baslern aber auch nicht einfach. So blieb er jeweils lange stehen, gab so den Angreifern keine klaren Optionen, was aufgrund seiner Grösse von 182cm auf 84kg ein probates Mittel ist. Spielunterbrüche war zudem Mangelware, was die verbleibende Zeit rasch herunterlaufen liess. Noah Fuss hatte in der 57. Minute noch die Chance im Eins gegen Eins gegen Müller, konnte ihn aber ebenfalls nicht bezwingen. Zwei kleinliche Strafen gegen Basel gegen Schluss der Partie, die auf und neben dem Eis  Unmut auslösten, verhinderten einen möglichen letzten Angriffswirbel der Basler.

Die gute Leistung, insbesondere im Mitteldrittel, wurde damit leider nicht belohnt. Der Auftritt macht aber Mut. Die Chance die Serie auszugleichen hat Basel am nächsten Freitag um 19:45 Uhr in der Lonza-Arena in Visp.

EHC Basel – EHC Visp 1:2 (0:2, 1:0, 0:0)

St. Jakob Arena, Basel - 2576 Zuschauende

Schiedsrichter: Michael Weber, Joshua Blasbalg; Baptiste Humair, Steve Wermeille

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Basel; 3 mal 2 Minuten gegen Visp

Bestplayer Saison: Stukel (Basel); Nunn (Visp)

Bestplayer Spiel: Kummer (Basel);  Müller (Visp)

Torschüsse: Basel 40 Visp 16 (10:8, 20:1, 10:7)  

Tore: 6. Burgener (Pinana, Riatsch) 0:1. 14. Haussener (Nilsson) 0:2. 26. Stukel (Bircher, Ryser) 1:2

Bemerkungen: 27. Pfostenschuss Bachofner, 27. Pfostenschuss Kummer, 28. Pfostenschuss Supinski

EHC Basel: Henauer (ET: Haller); Füllemann, Nater; Bircher, Rouiller; Zubler, Aeschbach; Bachofner;  Higgins, Rouiller;  Aeschbach, Bachofner; Stukel, Supinski, Ryser; Fuss, Kummer Küng; Sturny, Brügger, Huber; Liniger, Rexha, Hüsler; Näf. HC: Eric Himelfarb AC: Michel Zeiter. Basel ohne: Higgins, Meile, Warmbrodt, Schaub, Sablatnig, Cavalleri.

EHC Visp: Müller (ET: M. Ritz); Eigenmann, Gähler; Grossniklaus, Pinana; Fuchs, Weisskopf; Eggenberger, Werder; Brüschweiler, Mäder, Nunn; Haussener, Nilsson, Wüest; Burgener, Conova, Riatsch; Chiriaev, A. Ritz, Kuonen. Head Coach: Heinz Ehlers.

Weitere Spiele

La Chaux-de Fonds – Winterthur 4:1. Olten – HC Thurgau 6:1. GCK Lions – Sierre 7:5.

National Cup Final Basel - Olten

Der EHC Basel gewinnt gegen den EHC Olten und ist Cupsieger

(Bericht:  Reto Büchler)

In einem kämpferischen und spannenden Spiel bei einer nerven aufreibenden Schlussphase gewinnt der EHC Basel gegen den EHC Olten mit 3:2. Brett Supinski gelang das entscheidende Tor rund zwei Minuten vor Schluss im Powerplay. Im Luzerner Eissportzentrum herrschte gute Stimmung bereits vor dem Spiel mit Fangesängen aus beiden Lagern, dann bei der Schweizer Nationalhymne sogar «a cappella vereint, als der Stadionlautsprecher in diesem Moment streikte.

Kampf gegen Coolness

Den etwas besseren Start in die Partie gelang Olten, welche mit aggressivem Forechecking und Körperspiel versuchte Zeichen zu setzen. Teilweise war die Gangart jedoch etwas übermotiviert, sodass daraus zwei Strafen resultierten. Das Powerplay sah bei den Baslern gut aus. Nyffeler im Tor der Solothurner war gegen Supinski, Stukel und Küng gefordert. Auch beim zweiten Überzahlspiel sah es nach Möglichkeiten von Stukel, Rexha und Aeschbach zunächst ähnlich aus. Der letztgenannte kam dann an der blauen Linie nochmals an die Scheibe und sah seinen Schuss an Nyffeler vorbei im Netz einschlagen. Eine grosse Genugtuung des Basler Verteidigers, der es mit seinem sehr guten Schuss immer mal versucht. Während es Olten mit Kampf versuchte zum Erfolg zu kommen, wirkten die Basler in ihren Aktionen ruhiger und abgeklärter.

Sehr gute Torhüterleistungen

Der EHC Olten kam entschlossen aus der Kabine und brachte damit auch Basels Torhüter Andri Henauer immer wie mehr in den Fokus. Erstmals antwortete Basels Torhüter in der 23. Minute mit einer guten Reaktion und spektakulärer Parade. Basel hatte in der ersten Hälfte des zweiten Drittels kaum mehr Offensivaktionen, beschränkte sich auf die Sicherung des Vorsprungs. Die beste Chance hatte Rexha, als er allein vor Nyffeler auftaucht, die Scheibe jedoch am ebenfalls hervorragenden Oltner Torhüter nicht vorbeibrachte. Kurz danach behinderte Supinski Tufto bei einem möglichen Ausgleichstreffer.  Zwölf Sekunden waren im Powerplay gespielt, als Horansky Henauer mit einem unhaltbaren Schuss bezwingt. In der Folge war Olten näher am Führungstreffer als die Basler, auch weil sie mehr Zweikämpfe gewannen. Erst gegen Schluss der zweiten zwanzig Minuten tauchten die Basler mit Supinski und Küng wieder gefährlich vor Nyffeler auf. Beide Torhüter sorgten dafür, dass es nach vierzig Minuten erst 1:1. stand.

Supinski mit dem «Winning Goal» kurz vor Schluss

Eric Himelfarb wechselte im Schlussdrittel den rechten Flügel. Huber und Ryser tauschten die Linien. Sehr gute Basler Chance durch Supinski in der 43. Minute. Der Amerikaner bringt den Puck aber nicht an Nyffeler vorbei. Der Schiedsrichter sieht jedoch eine penaltywürdige Szene. Die Scheibe wurde mit der Hand von Melnalksnis aus dem Torraum gespielt. Nyffeler blieb jedoch Sieger im Eins gegen Eins gegen Stukel. Basel war nun wieder präsenter auf dem Eis, gewannen somit auch wieder mehr Zweikämpfe. So auch in der 46. Minute als sie von einem Fehler in der Spielauslösung von Olten profitierte. Brügger kam an die Scheibe, Pass zu Huber, der zunächst an Nyffeler scheiterte. Den Abpraller kann Sturny dann aber verwerten. Danach Strafe gegen Olten aufgrund Beinstellens. Wieder Supinski, der knapp scheiterte, wie auch Fuss im Anschluss. Die letzten Minuten forciert Olten nochmals seine letzten und besten Kräfte, was belohnt wurde. 224 Sekunden vor Ende kann Sterchi noch ganz knapp den Puck im Basler Angriffsdrittel halten, spielt blind vor das Tor, wo Weder im Drehen den Ausgleich erzielt. Kurz darauf erhalten die Basler nochmals die Chance in Überzahl. Tatsächlich trifft Supinski 115 Sekunden vor Schluss dann doch noch. Die restlichen Sekunden brachten die Basler gegen die ohne Torhüter spielenden Oltner über die Zeit und feierten im Anschluss verdient den Sieg des National Cup.

EHC Basel – EHC Olten 3:2 (1:0, 0:1, 2:1)

Regionales Eiszentrum AG, Luzern – 2715 Zuschauende

Schiedsrichter: Roland Gerber; Loîc Ruprecht; Lars Nater, Fabrizio Bachelut.

Strafen: 3 mal 2 Minuten gegen Basel; 4 mal 2 Minuten gegen Olten

Bestplayer Spiel: Brügger (Basel); Nyffeler (Thurgau)

Torschüsse: Basel 27 Olten 31 (7:10, 6:12, 14:9) 

Tore: 14. Aeschbach (Brügger) 1:0. 31. Horansky (Tufto, Knellwolf) 1:1. 46. Sturny (Huber, Brügger) 2:1. 57. Weder (Sterchi) 2:2. 59. Supinski (Kummer) 3:2.

Bemerkungen: 59. Timeout Olten

EHC Basel: Haller (ET: Henauer); Füllemann, Nater; Bircher, Rouiller; Zubler, Aeschbach; Bachofner; Stukel, Supinski, Huber; Fuss, Kummer, Küng; Sturny, Brügger, Ryser; Liniger, Rexha, Hüsler, Schaub. Eric Himelfarb AC: Michel Zeiter. Basel ohne: Higgins, Meile, Warmbrodt, Rhyn, Näf; Sablatnig, Graf. Naber, Cavalleri

EHC Olten: Nyffeler (ET: Rötheli); Elsener, Hächler; Wyss, Antonietti; Schmuckli, Ganz; Burger, Oejdemark; Horansky, Tufto, Beauchemin; Sterchi, Weder, Spiller; Knellwolf, Melnalksnis, Jabola Prada; Rehak, Ness, De Nisco. HC: Gary Sheenan.

EHC Basel vs HC Thurgau

Der EHC Basel beendet die Qualifikationsrunde auf dem hervorragenden zweiten Platz

(Bericht:  Reto Büchler)

In der letzten Qualifikationsrunde vor den ab 13. Februar beginnenden Playoffs gewinnt der EHC Basel zu Hause gegen den HC Thurgau in einem guten, unterhaltsamen Spiel mit 7:4.

Hätte La Chaux-de-Fonds eine Minute vor Schluss in Winterthur nicht ausgeglichen, wäre Basel sogar Quali-Sieger geworden, so landete der EHC Basel punktgleich aufgrund der Direktbegegnung auf dem zweiten Platz. Gegner im Playoff-Viertelfinale ist der EHC Visp, der sich mit einem Sieg gegen die GCK Lionsi als Tabellensiebter qualifizierte. Durch die überraschende Niederlage von Martigny zu Hause gegen Bellinzona erkämpfte sich der EHC Winterthur den letzten Playoff-Platz.

100. Spiel und Topscorer-Krone für Jakob Stukel nach der Regular Season

Vor dem am Sonntag stattfindenden Cup-Final gegen den EHC Basel wurden einige Spieler geschont. Zudem fehlten Bircher, Kummer und Näf verletzt. Dafür standen die zuletzt verletzten Spieler Supinski und Warmbrodt wieder zur Verfügung. Erstmals diese Saison für den EHC Im Einsatz standen Rückkehrer Marco Cavalleri (Bellinzona) sowie der 18jährige Nils Rhyn (Bern U20).  Ein besonderes Spiel war es für Jakob Stukel, der sein 100. Spiel für den EHC Basel absolvierte. In den vergangenen 100 Spielen erzielte der Liga-Topscorer sage und schreibe 125 Punkte (65 Tore/60 Assists)! Auf der Strafbank verbrachte er dabei nur 54 Minuten. Allein heute kamen wieder vier Punkte (1 Tor, 3 Assists) hinzu.

Ausgeglichene, animierte Partie

Die abermals über 2500 Zuschauenden sahen einen animierten Beginn. Dass beide Mannschaften bereits seit längerem qualifiziert sind, war rasch erkennbar. Torszenen vor beiden Toren waren die Folge. Die besten Basler Möglichkeiten hatten Sturny und Stukel, die beide aber nur die Torumrandung trafen. Dazwischen gelang Nicolet in der 6. Minute nach einem Rückpass von Hungerbühler die Führung für die Ostschweizer. In der 10. Minute bereitete Rexha durch einen guten Check sein Tor gleich selbst vor. Wieder vor dem Tor verwertete er den schönen Pass von Liniger. Die Gäste waren viel in Bewegung und so eine Herausforderung für die Basler. Oft wurde mit Rückpässen der nachlaufende Spieler gesucht und angespielt. Eine Minute vor Ende des ersten Abschnittes revanchierte sich Rexha bei Liniger, indem er ihm die Scheibe pfannenfertig zu der erstmaligen Basler Führung servierte.

Basel hält Vorsprung nach frühem Doppelschlag

Ein Doppelschlag innerhalb von 39 Sekunden kurz nach Beginn des 2. Drittels sorgte für eine 4:1 Führung für den EHC Basel. Zuerst legt Stukel quer zu Supinski, der sofort abschliesst. Dann trifft Stukel den Pfosten, den Nachschuss verwertet Huber. Die Gäste powerten jedoch weiter und konnten durch Stehli nicht unverdient verkürzen. Nach einem Powerplay-Tor von Garlent stand es zur Spielmitte plötzlich wieder nur 4:3. In einem harten, aber fairen und temporeichen Spiel war das eine von nur fünf ausgesprochenen Zweiminutenstrafen, welche das gute Schiedsrichtergespann aussprechen musste. Drei Minuten später nutzt Supinski seinen ihm gewährten Raum auf der rechten Seite, passt in die Mitte zu Stukel, der seinen Stock hinhält und trifft.

Formstarker Alban Rexha

Der Schlussabschnitt blieb zunächst spannend. Basels Torhüter Haller war nun wieder vermehrt beschäftigt. Der abermalige Anschlusstreffer von Dubois war daher nicht überraschend. In der 51. Minute dann wohl die spielentscheidende Szene. Haller nach einem HCT Angriff mit dem Glück des Tüchtigen. Der EHC schaltet schnell um. Rexha in die Mitte zu Huber, der den alten Vorsprung wieder herstellt. Die Zugabe folgt 29,3 Sekunden vor Schluss, als Rexha 29,3 Sekunden zum 7:4 ins leere Tor trifft. Das war bereits das achte Tor des formstarken Centers in den letzten zwei Spielen.

Bereits übermorgen Sonntag um 16:00 Uhr steigt der National Cup Final in Luzern. Gegner des EHC Basel ist der nach einer Zwischenbaisse wieder erstarkte EHC Olten. Viele Basler Fans werden nach Luzern reisen. Für alle daheimgebliebenen wird das Spiel im Free-TV auf TV 24 übertragen. Eine Stunde vor Spielbeginn findet zur Einstimmung ein Livestream auf Instagram und dem YouTube Kanal des EHC Basel statt.

EHC Basel – HC Thurgau 7:4 (2:1, 3:2, 2:1)

St. Jakob Arena, Basel – 2694 Zuschauende

Schiedsrichter: Michael Weber, Joshua Blasbalg; Baptiste Humair, Steve Wermeille

Strafen: 2 mal 2 Minuten gegen Basel; 2 mal 2 Minuten gegen Thurgau

Bestplayer Saison: Stukel (Basel); Garlent (Thurgau)

Bestplayer Spiel: Huber (Basel); Stehli (Thurgau)

Torschüsse: Basel 30 Thurgau 29 (8:6, 15:10, 7:13)          

Tore: 6. Nicolet {7} (Hungerbühler {1} 0:1. 10. Rexha {11} (Liniger {8}, Hüsler {7}) 1:1. 19. Liniger {5} (Rexha {17}, Hüsler {8}) 2:1. 21. Supinski {11} (Stukel {30}) 3:1. 22. Huber {2} (Supinski {33}, Stukel {31}) 4:1. 25. Stehli {13} (Garlent {25}) 4:2. 31. Garlent {16} (Villa {11}, Stehli {14}) 4:3. 35. Stukel {31} (Supinski {34}) 5:3. 45. Dubois {16} (Hobi {15}, Nicolet {9}) 5:4. 51. Huber {31} (Rexha {18} (Higgins {5}) 6:4. 60. Rexha {12} (Huber {5}, Stukel {32}) 7:4.

Bemerkungen: 4. Pfostenschuss Sturny. 9. + 22. Pfostenschuss Stukel 59. Timeout Thurgau

EHC Basel: Haller (ET: Henauer); Higgins, Aeschbach; Meile, Rouiller; Füllemann, Warmbrodt ; Rhyn;  Stukel, Supinski, Huber; Sturny, Fuss, Schaub; Liniger, Rexha, Hüsler; Cavalleri, Ryser, Bachofner;  HC: Eric Himelfarb AC: Michel Zeiter. Basel ohne: Zubler, Nater, Bircher, Kummer, Näf; Sablatnig, Brügger, Küng, Graf. Naber,

HC Thurgau: Galley (ET: L. Janett); Schnetzer, Villa; Kühni, Senn; G. Janett, Deussen; Hungerbühler; Stehli, Garlent, Lehmann; Dubois, Hobi, Hollenstein; Nicolet, Jolliet; Etter; Baumann, Von Allmen, Karrer. HC: Markus Akerblom.

Tabelle und weitere Spiele

Martigny - Bellinzona 2:3. Olten - Sierre 4:1. Visp - GCK Lions 2:0. Winterthur – La Chaux-de-Fonds 4:3 n.V.

1. La Chaux-de-Fonds 45/92.  2. Basel 45/92. 3. Olten 45/84. 4. GCK Lions 45/77. 5. Sierre 45/63. 6. Thurgau 45/63. 7. Visp 45/61. 8. Winterthur 45/60.  9. Martigny 45/58. 10. Bellinzona 45/25.

HC Sierre vs EHC Basel

Der EHC Basel findet in Sierre auf die Siegesstrasse zurück

(Bericht:  Reto Büchler)

Nach drei Niederlagen in Folge findet der EHC Basel zum Siegen zurück. In der Patinoire Graben in Sierre gewinnen die Basler mit 5:2. Matchwinner mit zwei Toren und zwei Assist und damit verdienter Bestplayer des Spiels war Alban Rexha. Aber auch Sandro Brügger mit zwei Toren sowie Torhüter Henauer mit wichtigen Paraden zum richtigen Zeitpunkt waren die Haupterfolgsgaranten für den Sieg.

Basel trotzt frühes Gegentor

Kurz nach Einwurf der Scheibe hat noch nichts auf drei Punkte hingedeutet. Nur 17 Sekunden waren gespielt als Emmerton die Scheibe der Bande entlang hinter das Tor zu Arnaud Montandon spielt, der fast ungehindert um das Tor herumlaufen kann und trifft. Die Basler trockneten den Rückstand schnell ab und gestalteten die Partie in der Folge ausgeglichen. In der siebten Minute hält Füllemann nach einem Bullygewinn einfach mal drauf und überrascht Sierres Torhüter In-Albon, der den Schuss zu spät sah. Danach war das ausgeglichene Spiel geprägt von Ungenauigkeiten auf beiden Seiten.

Hinten Henauer, vorne Effizienz

Sandro Brügger gelang früh im Mittelabschnitt die Basler Führung. Nach einem schnellen Vorstoss kam die Scheibe in die Nähe von Brügger, der in Zusammenarbeit mit der Sierre Defensive den zweiten Basler Treffer erzielte. Auch im Mittelabschnitt versuchten die Unterwalliser die Scheibe mit scharfen Pässen oder Schüssen vor das Tor zu bringen. Entsprechend viele Abschlüsse hatten die vor dem Basler Tor präsenten Walliser im Slot, obwohl die Basler an der blauen Linie viele Schüsse blockierten. Andri Henauer war oft gefordert und meistere seine Aufgabe hervorragend. Nach einer überstandener Zweiminutenstrafe kommt Brügger in der 34. Minute auf das Eis zurück und wird von Rexha wunderbar angespielt. Komplett vergessen lässt er In-Albon keine Chance. Kurz vor Ende gelingt Rexha sogar noch den vierten Basler Treffer. Für einmal mit Präsenz vor dem Tor. Rexha reagiert auf die Vorlage via Hintertorbande schneller als In-Albon und trifft ins kurze Eck.

Basler Defensive lässt nicht mehr viel zu

Mit einem Drei Tore Vorsprung ging es in Schlussdrittel. Im Eishockey schnell aufholbar. Entsprechend offensiv agierten nun die Gastgeber. Die Basler Defensive stand jedoch grösstenteils gut und schirmte Henauer gut ab. Der zweite Sierre-Treffer in 44. Minute war glücklich. Henauer machte am nahen Eck alles zu. Trotzdem ging die von Vouillamoz abgegebene  Scheibe zwischen Kopf uns Latte ins Tor. Die Basler überstanden im Anschluss den Ansturm des HCS inklusive Boxplay unbeschadet. Den Deckel drauf machte der überragende Rexha mit einem wunderbaren Schlenzer rund zweieinhalb Minuten vor Schluss.

Fasnachts Game für krebskranke Kinder

Mit diesem Sieg und der Niederlage nach Verlängerung von La Chaux-de-Fonds gegen Martigny winkt dem EHC Basel nun sogar wieder die Chance die Qualifikationsrunde zu gewinnen. Dazu braucht es am kommenden Freitag um 19:45 Uhr einen Sieg zu Hause gegen den HC Thurgau und eine Niederlage der Neuenburger auswärts beim EHC Winterthur, die noch um den letzten Playoff-Platz kämpfen. In dieser Partie wird der EHC in speziellen Trikots auflaufen, die im Anschluss zu Gunsten der Stiftung für krebskranke Kinder Regio Basiliensis versteigert werden.

HC Sierre - EHC Basel 2:5 (1:1, 0:3, 1:1)

Patinoire Graben, Sierre – 2482 Zuschauende

Schiedsrichter: Geoffrey Jordi, Loic Ruprecht; Sandro Baumgartner, Dominik Bichsel

Strafen: 4 mal 2 Minuten gegen Basel; 4 mal 2 Minuten gegen Sierre

Bestplayer Saison: Stukel (Basel); A. Montandon (Sierre)

Bestplayer Spiel: Rexha (Basel); Rod (Sierre)

Torschüsse: Sierre 33 Basel 32 (7:9, 11:16, 15:7)

Tore: 1. Arnaud Montandon {18} (Emmerton {26}) 1:0. 7. Füllemann {2} (Rexha {16}) 1:1. 22. Brügger {7} 1:2. 34. Brügger {8} (Rexha {17}) 1:3. 40. Rexha {9} (Bachofner {4}, Fuss {11}) 1:4. 44. Voullamoz {3} (Krakauskas {6}, Karaffa {4}) 2:4. 40. Rexha {10} (Stukel {28}, Hüsler {5}) 2:5.

Bemerkungen: Keine

EHC Basel: Henauer (ET: Haller); Zubler, Aeschbach; Bircher, Bachofner; Füllemann, Nater; Higgins; Stukel, Brügger, Huber; Küng, Fuss, Schaub; Liniger, Rexha, Hüsler; Sturny, Ryser, Graf;  HC: Eric Himelfarb AC: Michel Zeiter. Basel ohne: Rouiller, Warmbrodt, Meile, Supinski, Kummer, Näf; Sablatnig, Naber,

HC Sierre: In-Albon (ET: Berti); Berthoud, M. Montandon; Meyrat, Maret; Karaffa, Dozin; Vouardoux; Emmerton, A. Montandon, Castonguay; Volejnicek, Bonvin, Rod ; Krakauskas, Chiquet, Vouallamoz, Lhotak, Bernazzi. HC: Mario Pouliot

Tabelle und weitere Spiele

Bellinzona – Visp 1:4. La Chaux-de-Fonds - Martigny 2:3 n.V. GCK Lions - Winterthur 1:4. Thurgau - Olten 1:3

1. La Chaux-de-Fonds 44/91. 2. Basel 44/89. 3. Olten 44/81. 4. GCK Lions 44/77. 5. Sierre 44/63. 6. Thurgau 44/63. 7. Martigny 44/58. 8. Visp 44/58. 9. Winterthur 44/58. 10.Bellinzona 44/22.

GCK Lions vs EHC Basel

Dezimierter EHC Basel unterliegt den GCK Lions mit 1:3

(Bericht:  Reto Büchler)

Ein dezimierter EHC Basel verliert auswärts bei den GCK Lions mit 1:3 und muss damit die dritte Niederlage hintereinander einstecken. Da der Tabellenführer La Chaux-de-Fonds gegen den Tabellenletzten Bellinzona überraschend verlor, hätte Basel zwei Qualifikationsspiele vor Schluss den Abstand zum ersten Platz wieder auf einen Punkt verkürzen können.

Defensiv wieder stabiler, offensiv ineffizient

Die Basler zeigten sich gegenüber den letzten zwei Spielen defensiv verbessert. Die Aktionsräume in Basels Defensivzone war für die GCK-Spieler beschränkt. Ein möglicher Sieg des EHC wurde dieses Mal in der Offensive verpasst. Abermals mimte der Torhüter der Gäste den Spielverderber. Aus den zuletzt drei verlorenen Partien war die Torschusseffizienz mit 7,2% entsprechend schwach. Trotzdem ist Basel mit Berücksichtigung der ganzen Saison mit 11,23% immer noch Ligaspitze. Es wird für die kommenden Aufgaben wichtig sein, sich das Abschlussglück wieder zu erkämpfen.

EHC Lazarett

Für die Partie gegen die Zürcher hat sich die Liste der Abwesenden vergrössert. Jens Nater und Dario Kummer mussten verletzt passen, Vincent Ryser fehlte krankheitshalber. Verstärkung kam von der U20 des SCB mit Alain Graf. Bereits seit längerem verletzt sind Nicolas Warmbrodt, Santiago Näf sowie Captain Brett Supinski. Gerade der Amerikaner  wurde die letzten Spiele sehnlichst vermisst. Neben seinen Scorer-defensiv und Spielmacherqualitäten fehlt er auch bei den Bullys. Seit seinem Fehlen ist Basel auch in dieser Kategorie schwächer geworden. Sandro Brügger lief als dritter Capitan mit dem «C» auf der Brust auf.

Starkes Basler Startdrittel

Umso erfreulicher der animierte und selbstbewusste Beginn der Basler in die Partie. Zwar fehlte zunächst etwas die Präzision in der Offensive, doch der EHC hatte Spiel und Gegner im Griff. In der vierten Minute trifft Aeschbach nur den Pfosten. Eine Druckphase in der 11. Minute hätte bereits die Führung für die Basler bedeuten müssen Der starke Ruppelt im Tor der Lions hält mit großartigen Paraden vorerst die Null. Es dauerte bis zum 18. Minute als Schaub im Powerplay nach Vorarbeit von Huber und Stukel die verdiente Führung erzielen kann.

Abermals unnötige Strafen

Im Mitteldrittel machten es sich die Basler unnötig schwer, als Sie über sechs Minuten in Unterzahl agieren können. Immerhin funktionierte das Boxplay wie gewünscht. Bei «Breakaways» von Brügger und Bircher oder mit der Chance von Küng hätte Basel die Führung ausbauen müssen. Aber auch die Möglichkeiten der Zürcher nahmen zu. Trotzdem war der Ausgleich in der 32. Minute unnötig. Ein Missverständnis bei der Angriffsauslösung zwischen Stukel und Aeschbach ermöglichte es Truog in Scheibenbesitz zu kommen. Der Zürcher kann dieses Geschenk nutzen.

Ruppelt rettet GCK den Sieg

Aufgrund einer Auseinandersetzung zwischen Bachofner und Hinterkircher sowie einem Stockschlag von Sturny begannen die Basler in Unterzahl den letzten Abschnitt. Aber auch dieses Boxplay überstehen der gute Haller im Tor und seine Vorderleute unbeschadet. Die Lions bleiben jedoch präsent und gehen nicht unverdient in der 46. Minute durch den platzierten Schlenzer von Graf in Führung. Danach verpasste Kärki das dritte Tor mit seinem Pfostenschuss nur knapp. Basel bekommt gegen Schluss die Möglichkeit zweimal im Powerplay den Ausgleich zu schaffen. Nach einem hohen Stock gegen Bircher und den nachfolgenden Zwei mal Zwei Minuten gegen Blaser schien es sogar, dass die Basler die letzten dreieinhalb Minuten Überzahl spielen können. Da 50 Sekunden später Küngs Stock ebenfalls zu hoch war, war der Vorteil dahin und Himelfarb gezwungen nach seinem Timeout 1:45 vor Schluss Haller für einen sechsten Feldspieler auszuwechseln. Nach einer letzten Parade von Ruppelt kommt Baechler an die Scheibe und trifft 16 Sekunden vor Schluss ins leere Tor zum Endresultat.

Der vorletzte Auftritt in der Qualifikationsrunde hat der EHC Basel am Dienstag in Sierre, bevor am Donnerstag zu Hause gegen Thurgau das letzte Spiel stattfindet. Da bleibt zu hoffen, dass die verletzten und kranken Spieler zurückkehren, um sich für den anstehenden Cup Final am kommenden Sonntag in Luzern sowie für die Playoffs noch einspielen zu können.

GCK Lions - EHC Basel 3:1 (0:1, 1:0, 2:0)

Kunsteisbahn Küsnacht ZH – 285 Zuschauende

Schiedsrichter: Franco Castelli; Phillip Ströbel; Lars Nater, Rico Dufner

Strafen: 6 mal 2 Minuten gegen Basel; 3 mal 2 Minuten gegen GCK

Bestplayer Saison: Stukel (Basel); Kärki (GCK)

Bestplayer Spiel: Schaub (Basel); Ruppelt (GCK)

Torschüsse: GCK 26 Basel 31 (5:15, 11:7, 9:9)   

Tore: 20. Schaub {8} (Huber {3}, Stukel {28}) 0:1. 32. Truog {7} 1:1. 46. Graf {14} (Baechler {6}, Ustinkov {7}) 2:1. 60. Baechler {3} 3:1.

Bemerkungen: 4. Pfostenschuss Aeschbach. 49. Pfostenschuss Kärki. 59. Timeout Basel.

EHC Basel: Haller (ET: Henauer); Zubler, Aeschbach; Bircher, Rouiller; Füllemann, Bachofner; Higgins; Stukel, Brügger, Huber; Sturny, Fuss, Küng; Graf, Rexha, Schaub; Liniger, Hüsler;  HC: Eric Himelfarb AC: Michel Zeiter. Basel ohne: Warmbrodt, Meile, Nater;  Supinski, Kummer, Ryser, Näf; Sablatnig, Naber,

GCK Lions: Ruppelt (ET: Meier); Ustinkov, Blaser; Bünzli, Murer; Büsser, Landolt; Sejejs, Buchli; Mettler, Kärki, Leone; Henry, Baechler, Graf; Truog, Böhler, Olsson; Hinterkircher, Meier, Segafredo. HC: Marco Bayer.

Tabelle und weitere Spiele

Bellinzona - La Chaux-de-Fonds 5:4. Winterthur - Thurgau 2:3. Visp - Sierre 1:3. Martigny - Olten 3:5

1. La Chaux-de-Fonds 43/90. 2. Basel 43/86 3. Olten 43/78. 4. GCK Lions 43/77. 5. Sierre 43/63. 6. Thurgau 43/63. 7. Martigny 43/56. 8. Visp 43/55. 9. Winterthur 43/55. 10.Bellinzona 43/22.