EHC Arosa - EHC Basel

Gespeichert am/um Do., 06. 02. 2020 - 23:23
Febr.
06
2020
Saison
EHC Arosa
1:6
(1:1 0:2 0:3)
EHC Basel

Basel besiegt Arosa auswärts mt 1:6 und gleicht Playoff-Serie aus

(Bericht: Reto Büchler)

Der EHC Basel hat im zweiten Spiel der Playoff-Viertelfinals die richtigen Schlüsse aus der Startniederlage gezogen und gewinnt durch eine in allen Belangen verbesserten Leistung verdient mit 1:6. Als je zweifache Torschützen konnten sich Hrabec und Seiler feiern lassen. Rasches umschalten, viel Betrieb vor dem Tor, ein tadelloser Torhüter, ein einwandfreies Unterzahlspiel sowie die vielen Bullygewinne waren die Erfolgsgaranten.

Bei den Anspielen eine Klasse für sich

Der EHC Basel, zum ersten Mal seiner Verletzungspause wieder mit Jan Zwissler am Start, fand besser in die Partie als vor zwei Tagen. Einfach und schnell ging es in das Angriffsdrittel, wo Arosas Torhüter mit zahlreichen Schüssen und Zug aufs Tor beschäftigt wurde. Die Gastgeber beschränkten sich auf ihre gefährlichen Gegenangriffe. Festsetzen konnten sich Arosa kaum im Drittel der Basler, da die meisten Anspiele verloren gingen. In der 8. Minute erhält Gfeller nach einem Bully die Scheibe, spielt vor das Tor, wo Vogt und Hrabec stehen und auf Abpraller lauern. Letzterer bugsiert den Puck über die Linie. Ähnliche Situation kurz darauf als Heughebaerts Schuss abgeprallt wurde. Unnötig der Ausgleichstreffer von Arosa in der 14. Minute. Pfranger profitierte von einer Unkonzentriertheit in der Basler Defensive, passt auf Tosio, der mit einem "Onetimer" Haller keine Chance liess. Eine Riesenmöglichkeit wieder in Führung zu gehen, verpasste Hrabec in Unterzahl bei einer Zwei gegen Eins Situation. Dann wurde Basels Torhüter Haller wieder gebraucht, als er in doppelter Unterzahl sowie mit einem Big Save 52 Sekunden vor der Sirene das Unentschieden festhielt.

Shorthander bringt Basel in Führung

Das sehr aufsässige Basel musste im Mitteldrittel früh in Unterzahl agieren. Doch nicht nur in diesem Boxplay kam Basel zu Breakchancen. Zunächst startet Heughebaert ein Solo. Kurz darauf gewinnt Himelfarb ein weiteres Anspiel, passt zu Hrabec, schleicht sich vor das Tor, wo zwar sein Versusch von Kruijsen abgewehrt wird, aber nicht den Nachschuss von Hrabec, der sich auch vor das Tor gesellte.  Da war Arosa's Defensive im Gegensatz zur Ortschaft nicht auf der Höhe. Basel dominierte weiterhin das Mitteldrittel und kam durch Alexis Valenza, Sahli, Hrabec, Vogt, Seiler und Zwissler zu weiteren guten Möglichkeiten. Grund genug für Coach Manojlovic sein Timeout zu nehmen. Tatsächlich kamen die Gastgeber nun auch zu Möglichkeiten. Als es jedoch wieder Bully vor Kruijsen gab, stand es 1:3 für Basel Rattaggi war dieses Mal der Gewinner am Anspiel. Sein Rückpass verwertet Sahli direkt. Kurz danach war nochmals Basels Torhüter bei Unterzahl im Brennpunkt. Abermals konnte Arosa nicht reüssieren. Nach dem Ende der zwei Minuten scheiterte Seiler von der Strafbank kommend alleine an Arosas Torhüter.

In Unterzahl tadellos

Das Schlussdrittel nahm Basel früh eine weitere Strafe, was Arosa unnötigerweise die Chance gab, den Anschlusstreffer zu erzielen. Haller und seine kämpferisch vorbildlichen Vorderleute waren jedoch an diesem Abend in Unterzahl nicht zu bezwingen. Nachdem sich die Niederlage für die Gastgeber abzeichnete schlichen sich vermehrt Fehler ein. So fing Zwissler einen Querpass ab. Seiler konnte in der Folge sein Schuss zum 1:4 ablenken. Nach einer von Arosa angezettelten Rangelei kann Basel ein Powerplay aufziehen und durch Seilers zweiten Treffer die Führung ausbauen. Den Schlusspunkt setzte Verteidiger Steinmann mit einem Schuss von der blauen Linie zum 1.6.

Mit diesem überaschend klaren Sieg glich Basel die Serie zum 1:1 aus. Das dritte Aufeinandertreffen findet am nächsten Dienstag, 11. Februar um 20:15 Uhr in der St. Jakob-Arena statt.

 

EHC Arosa – EHC Basel 1:6 (1:1; 0:2, 0:3)

(Stand Playoff Serie best-of five: 1:1)

Sport- und Kongresszentrum Arosa –  1055 Zuschauer

Schiedsrichter: Stephan Schober; Philipp Buff, Stefan Blatti

MSL Bestplayer:  Basel: Vogt; Arosa: Pfranger

Tore: 8. Hrabec (Vogt, Gfeller) 0:1. 14. Tosio (Pfranger). 23. Hrabec (Himelfarb). 36. Sahli (Rattaggi, Schir) 1:3. 48. Seiler (Zwissler) 1:4. 50. Seiler (Valenza, Himelfarb) 1:5. 58. Steinmann 1:6.

Strafminuten: 8 mal 2 Minuten gegen Basel; 7 mal 2 Minuten gegen Arosa.

Bemerkungen: ab 21. Min. ohne Schnellmann (verletzt). 33. Timeout Arosa. 58, Timeout Basel.

EHC Basel: Haller (ab 58. Hauser); Hagen, Büsser; Maurer, Steinmann; Hermkes, Hunziker; Heughebaert; Sahli, Rattaggi, Schir; Hrabec, Vogt,  Gfeller; Seiler, Himelfarb, Schnellmann; Maurenbrecher, Lehner, A. Valenza, Zwissler. Headcoach: Robert Othmann; Assistent-Coach: David Malicek. Abwesend: Gröflin, L. Valenza (überzählig); Kiss, Dietrich, Osterwalder (verletzt); Bertschy, Studer, Spies (Junioren); Lanz, Schöni, Schwoerer (Partnerteam).

EHC Arosa: Kruijsen (ET: Kotry); Lindemann, Bo; Bahar, Dünser; Brazzola, Klopfer; Roffler; Bruderer, Roner, Infanger; Bandiera, Amstutz, Jeyabalan; Lampert, Cola, Pfranger; Tosio, Weber, Däscher. Headcoach: Goran Manojlovic

Rang Team Spiele Tore Punkte
1 HCV Martigny 32 125:85 65
2 EHC Dübendorf 32 101:65 64
3 EHC Basel 32 99:78 52
4 EHC Chur 32 91:97 50
5 SC Lyss 32 99:117 49
6 EHC Arosa 32 96:103 47
7 EHC WIKI-Münsingen 32 123:122 46
8 EHC Bülach 32 92:97 46
9 EHC Thun 32 101:114 44
10 EHC Seewen 32 82:94 41
11 HC Düdingen Bulls 32 80:113 36
12 Hockey Huttwil 32 104:108 36