EHC Thun - EHC Basel

Okt.
19
2019
Saison
EHC Thun - EHC Basel 2:4
Christoph Perren
EHC Thun
2:4
(0:1 1:1 1:2)
EHC Basel

Basel behält im Thuner Nebel den Durchblick und gewinnt 2:4.

(Bericht: Reto Büchler / Foto: Christoph Perren)

 Bei nicht einfachen äusserlichen Verhältnissen gewinnt der EHC Basel das wichtige Spiel in Thun knapp mit 2:4 und festigte damit den dritten Tabellenrang. Bei feucht-mildem Wetter musste der Schiedsrichter die Partie zweimal unterbrechen, damit die Bandentüren geöffnet und damit der Nebel auf dem Eis wieder verschwinden konnte. Bei allen Basler Treffern war die Sturmlinie mit A. Valenza, Seiler und Zwissler auf dem Eis. Erstmals diese Saison stand Damian Osterwalder in einem Pflichtspiel im Tor. Nach neun Einsätzen hintereinander erhielt somit Fabio Haller eine verdiente Pause.

 Unkonzentriert beim Spielaufbau

Die Basler starteten beherzt in die Partie. In der zweiten Minute hatte Kiss nach einem Solo die erste Chance. Die Nächste bedeutete bereits die Führung für die Gäste. "Best Player" Zwissler gelang das 0:1 aus kurzer Distanz auf Rückpass von Seiler. Bereits sein fünfter Saisontreffer. Nach dem Führungstor musste Basel vier Minuten hintereinander in Unterzahl agieren, überstand diese schadlos. Trotzdem konnte das Team im Anschluss nicht mehr an die Leistung der ersten Minuten anknüpfen. Beim Spielaufbau war man zu Unkonzentriert "und ging zu wenig sorgfältig mit der Scheibe um", wies es Verteidiger Michael Maurer nach dem Spiel nannte." Wir müssen die Scheibe etwas länger behalten um die richtigen Entscheide zu treffen"   Mit diesen Fehlern gab man den Thunern zu viel Möglichkeiten. Osterwalder war jedoch glücklicherweise auf seinem Posten.

 Verbessertes Powerplay

Zu Beginn des Mitteldrittels musste Basel zunächst weitere zwei Strafen überstehen. Doch auch dieses Mal hielten sich die Basler schadlos. Danach hatte Basel Möglichkeiten das Score auf der Stadionanzeige auf 0:2 zu stellen. Zuerst parierte Küenzi den Abschluss den auf ihn alleine zulaufenden Gröflin, dann lenkte Vogt den Querpass von Gröflin knapp neben das Tor ab. Sorgten im Startdrittel die Fehler beim Spielaufbau noch zu keinem Gegentor, profitierte in der 38. Minute Gugelmann davon und erzielte den Ausgleich. 90 Sekunden vor Drittelsende erhielt Basel die Chance mit vier gegen drei zu spielen. Dabei Maurers Schuss fand dabei den Weg ins Tor zum 1:2. Das erste Powerplaytor seit Langem. Aber auch sonst hatte man in den Überzahlsituation einige Chancen. "Wir haben einige Sachen beim Powerplay angepasst. Wir hatten viel zu wenig Schüsse", so

Fast 70% der Anspiele gewonnen

Im Schlussdrittel verhinderte Osterwalder zunächst einige Male den Ausgleich. Lange Druckphasen von Thun gab es jedoch nicht, da Basel 50 von Total 72 Anspiele gewann und damit den Puck oft in ihren Reihen behielt und somit für Entlastung sorgen konnte. "Die Anspiele gewinnen ist vor allem auswärts sehr wichtig, wo das Heimteam oft Druck macht", so Maurer. Es war ein Powerplaytor, dass den Thunern den Ausgleich bescherte. Boss traf mit einem flachen Distanzschuss. Basel reagierte prompt. Nur 20 Sekunden später erzielte Seiler die abermalige Führung. Zwei Minuten vor Schluss ersetzt Thun seinen Torhüter durch einen sechsten Feldspieler. Da Spies zudem auf die Strafbank beordert wurde, war Basel nur noch zu viert. Trotzdem kam Thun zu keiner grossen Möglichkeit mehr. Beim vierten Basler Versuch traf Seiler mit seinem zweiten Tor an diesem Abend zum vielumjubelten 2:4 ins leere Tor.

 "Drei Punkte sind drei Punkte. Die nehmen wir mit". Denn der EHC Basel zeigte an diesem Abend nicht sein bestes Spiel. Aufgrund der äusserlichen Verhältnisse sicher auch irgendwo verständlich. "Es war für beide Mannschaften gleich", so Maurer. "Aber tatsächlich habe ich die Scheibe manchmal nicht gesehen und die vorderen Spieler sowieso nicht." Für das dritte Auswärtsspiel hintereinander am nächsten Mittwoch in Arosa gilt es jetzt sich optimal vorzubereiten. Für Maurer heisst dies:  "Die Nacht vorher tief schlafen, gut Essen, nach der langen kurvigen Fahrt die Beine vertreten und optimal Einlaufen" Dem ist nichts hinzuzufügen.



 EHC Thun – EHC Basel 2:4 (0:1; 1:1, 1:2)

KEB Grabengut –  364 Zuschauer

Schiedsrichter: Flavio Baggenstos; Philipp Buff, Philipp Moser

MSL Bestplayer:  Basel: Zwissler; Thun: Rossel

Tore: 3. Zwissler {5} (Seiler {4}, A. Valenza {5}) 0:1.38. Gugelmann (Inniger, Bärtschi) 1:1. 40. Maurer {1} (A. Valenza {6}, Zwissler {4}) 1:2. 50. Boss (Rossel, Weber) 2:2. 50. Seiler {2} (A. Valenza {7}, Zwissler {5}) 2:3. 59. Seiler {3} (A. Valenza {8)) 2:4.

Schüsse: Basel: 29; Thun: 25 (9:7; 13:6: 7:12)

Strafminuten: 7 mal 2 Minuten, gegen Basel; 6 mal 2 Minuten gegen Thun

Bemerkungen: 45. Und 56. Unterbruch wegen Nebels auf dem Eis. 58. Timeout Thun.

 EHC Basel: Osterwalder (ET: Haller); Hagen, Gfeller; Maurer, Spies; Hunziker, Schwoerer; Schir Vogt, Gröflinr; Zwissler, Seiler, A. Valenza; Maurenbrecher, Kiss, Rattaggi; L. Valenza, Lehner, Schnellmann; Dietrich. Headcoach: Robert Othmann; Assistent-Coach: David Malicek. Abwesend: Büsser, Tuffet, Steinmann (verletzt); Bertschy (Junioren).

 EHC Thun: Küenzi (ET: Aschwanden); Inniger, Kaufmann; Krähenbühl, Studerus; Weber, Steiner; Schärmeli; Bärtschi, Reymondin, Gugelmann; Eicher, Rossel, Boss; Wenger, Giovinetti, Kohler; Fazis, Tschudin, Min Cho. Headcoach:Christoph Schenk

 

Rang Team Spiele Tore Punkte
1 HCV Martigny 10 54:27 28
2 EHC Dübendorf 10 31:20 19
3 EHC Basel 10 29:22 19
4 EHC Bülach 10 35:35 17
5 EHC Chur 10 28:33 15
6 EHC Arosa 10 35:33 14
7 SC Lyss 10 33:38 14
8 HC Düdingen Bulls 10 24:30 14
9 Hockey Huttwil 10 31:31 12
10 EHC Thun 10 29:35 11
11 EHC Seewen 10 22:32 9
12 EHC WIKI-Münsingen 10 33:48 8