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HC Sierre vs EHC Basel

9:6
(5:1, 2:4, 2:1)
Bild:
Marc Mutzner
Autor:
Reto Büchler

Ersatzgeschwächter EHC Basel verliert torreichen Spitzenkampf

Im Spitzenkampf gegen den weiterhin ungeschlagenen HC Sierre zeigte der EHC Basel tolle Moral. Trotz eines zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Rückstands kämpften sich die Basler eindrücklich zurück, mussten sich am Ende aber dennoch mit 6:9 geschlagen geben. Das spektakuläre Offensivspiel mit insgesamt 15 Treffern, 87 Torschüssen, zwei Shorthander und vier Powerplaytoren absolvierte Basel ohne die verletzten ausländischen Verstärkungsspieler Supinski und Stukel.

Guter Beginn – mit Shorthander belohnt

Basel startete gut in die Partie und verstand es, die Passwege der Sierre-Spieler früh zu stören und damit deren Spielfluss wirkungsvoll zu unterbinden. Vor allem im ersten Unterzahlspiel gelang dies ausgezeichnet – und wurde sogleich mit dem Führungstreffer belohnt. Nach einem Befreiungsversuch von Haller konnte N. Berthod die Scheibe an der blauen Linie nicht kontrollieren. Fuss ging dazwischen und erwischte Giovannini zwischen den Beinen hindurch zum 0:1.

 Innerhalb von acht Minuten vom 0:1 zum 5:1

Die Unterwalliser korrigierten diesen Fehlstart jedoch umgehend. Im nächsten Powerplay gelang zunächst Arnaud Montandon mit seinem ersten von zwei Überzahltoren im Startabschnitt der Ausgleich. «Scorer King» Asselin brachte Sierre mit einer starken Einzelleistung in Führung, Ex-Freiburger Mottet erhöhte mit einem sehenswerten Handgelenkschuss, ehe Fuhrer einen schnellen Angriff erfolgreich zum 5:1 abschloss.

Kurz vor der ersten Pause bot sich Basel im Powerplay die Möglichkeit, zu verkürzen – und zunächst gelang dies auch. Doch Headcoach Chris McSorley nahm eine Coaches Challenge. Nach Video-Review wurde der Treffer wegen Torhüterbehinderung aberkannt.

Kämpferischer EHC gab nie auf

Im Mitteldrittel war das Team von Eric Himelfarb bemüht, das Resultat rasch wieder freundlicher zu gestalten. Basel erarbeitete sich mehrere Chancen, unter anderem traf Guignard den Pfosten. Im Gegensatz zu den effizienteren Unterwallisern fehlte zunächst jedoch die Kaltschnäuzigkeit. Stattdessen zog Sierre mit einem weiteren Shorthander auf 6:1 davon – Asselin vollendete einen schön vorgetragenen Gegenangriff. In der Folge trafen beide Teams je einmal im Powerplay. Zunächst wurde Kummer auf Basler Seite vergessen und konnte sich die Ecke zum 6:2 aussuchen. Auf der Gegenseite stellte Asselin mit seinem dritten persönlichen Treffer den alten Abstand wieder her. Doch Basel liess sich nicht entmutigen. Nach einem Vorstoss von Bachofner verkürzte Schaub, und als Hamr eine Minute vor Ende des Mitteldrittels mit einem sehenswerten Drehschuss von der blauen Linie zum 4:7 traf, keimte bei den Gästen neue Hoffnung auf. Tatsächlich gelang fünf Sekunden vor der zweiten Sirene sogar noch das 5:7: Aeschlimann lancierte Kummer mit einem Traumpass, den dieser eiskalt verwertete.

Aufholjagd bleibt unbelohnt

Zu Beginn des Schlussdrittels brachte McSorley Ersatztorhüter Fatton für den sichtlich frustrierten Giovannini. Auch danach blieb die Partie völlig offen und wurde mit offenem Visier geführt. Zwischen zwei guten Sierre-Chancen traf Bachofner nur die Latte. Wenig später gelang dem aufopferungsvoll kämpfenden EHC Basel tatsächlich der Anschlusstreffer zum 6:7: Nater erhielt die Scheibe und setzte seine ganze Energie in den Abschluss, der im Netz einschlug. Die Hoffnung auf die grosse Wende währte jedoch nur kurz. Sierre reagierte prompt und stellte durch Privet den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Den Schlusspunkt setzte schliesslich Vouillamoz mit einem Treffer ins verwaiste Basler Tor zum 9:6-Endstand.

Zu viele Strafen kosten ein besseres Resultat

Ein noch besseres Resultat verpasste Basel vor allem aufgrund der vielen Strafen. Sierre nutzte diese gleich dreimal konsequent aus. Trotz der Niederlage darf der EHC Basel aber viel Moral aus diesem Auftritt gegen einen starken Gegner mitnehmen. Das nächste Spiel bestreitet der EHC am kommenden Samstag wieder zu Hause. Gegner ist der EHC Arosa, Spielbeginn ist um 18.00 Uhr.

HC Sierre - EHC Basel 9:6 (5:1, 2:4, 2:1)

Patinoire Graben, Sierre – 2482 Zuschauende

Schiedsrichter: Julian Staudenmann, Michael Weber; François Micheli, Quentin Guélat

Bestplayer Saison: Basel: Kummer;  Sierre: Asselin

Bestplayer Spiel: Basel: Kummer; Sierre: Asselin

Strafen: 7 mal 2 Minuten gegen Basel; 5 mal 2 Minuten gegen Sierre

Torschüsse: Basel 35 Sierre 52  (11:21, 17:14, 7:17)

Tore: 4. Fuss (Haller) 0:1. 10. A. Montandon (Fuhrer, M. Montandon) 1:1. 12. Asselin (Fuhrer) 2:1. 15. M. Montandon (Halbgewachs, M. Montandon) 3:1. 16. Mottet (Bougro) 4:1. 18. Fuhrer (Halbgewachs, M.  Montandon) 5:1. 26. Asselin (Berthoud, Halbgewachs) 6:1. 29. Kummer (Brügger, Liniger) 6:2. 32. Asselin (Halbgewachs, Montandon) 7:2. 35. Schaub (Bachofner) 7:3. 40. Hamr (Brügger, Barbei) 7:4. 40. Kummer (Aeschlimann, Nater) 7:5. 47. Nater (Kummer, Serkins) 7:6. 49. Privet (Veckaktins, Mansueto) 8:6. 58. Vouillamoz (Riat, S. Berthoud) 9:6.

Bemerkungen: 19. Tor von Liniger annulliert. 25. Pfostenschuss Guignard. 42. Pfostenschuss Bachofner. 57. Timeout Basel.

EHC Basel: Haller (ET: Rada); Nater, Aeschlimann ; Bisig, Thiry; Flütsch, Bachofner; Guignard, Montandon; Liniger, Fuss, Barbei; Serkins, Kummer, Schaub; Hamr, Brügger, Huber; Zürcher, Blaser, Aronov. HC Eric Himelfarb; AC Patrice Lefebvre. Basel ohne: Henauer, Landskroner (abwesend),  Supinski, Stukel, Révész, Schläpfer, Bircher (verletzt).

HC Sierre: Giovannini (ET: Fatton); Higgins, M. Montanton; Maurer, Völlmin; S. Berthoud, N. Berthoud; Mazzola; Halbgewachs, Asselin, Fuhrer; Mottet, Dukurs, Bougro; Vouillamoz, Prevate, Riat; Veckaktins, Privet, Mansueto, A. Montandon. HC: Chris McSorley.

Weitere Spiele: EHC Arosa - GCK Lions 4:3; Visp - Olten 11:2; La Chaux-de-Fonds – Chur 2:6; Bellinzona - Thurgau 2:4.

Rangliste: 1. Basel (8 Spiele, 18 Punkte). 2. Sierre 6/17. 3. Visp 6/13. 4. Bellinzona 7/11. 5. Chur 7.10. 6.  La Chaux-de-Fonds 7/9. 7. Arosa 6/6. 8. GCK Lions 7/6. 8. Olten 5/3. 9. Thurgau 6/6. 10. Olten 6/3.

Highlight-Video

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Interview

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Zuschauende

0

Torschüsse

35:52
(11:21, 17:14, 7:17)

Bestplayer

#94 Dario Kummer

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