EHC Basel VS HC Sierre
Basel verlangt Quali-Sieger Sierre alles ab, verliert dennoch unglücklich nach Verlängerung
Im letzten Spiel der Qualifikationsrunde der Sky Swiss League, welches grosse Spannung versprach, traf der EHC Basel auf den Tabellenführer HC Sierre. Denn fünf Teams lagen vor dem Spiel innerhalb von drei Punkten. Knapp eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit lag Basel mit 4:3 in Führung und auf dem zweiten Platz. Dann traf Montandon mit einem Weitschuss zum Ausgleich und Bougro in der Verlängerung zum Sieg für die Walliser. Damit beendet Basel die Qualifikationsrunde auf dem sechsten Platz und trifft im Playoff-Viertelfinal als Revanche für den letztjährigen verlorenen Final auf den EHC Visp. Das erste Heimspiel wird am nächsten Freitag um 19:45 Uhr in der St. Jakob Arena beginnen.
Basel stört Sierres Offensivmaschine
2960 Zuschauende in der St. Jakob Arena sahen eine attraktive Partie, in der Basel in allen Bereichen parat war. Die Gäste, welche die mit Abstand meisten Tore und Torschüsse der Liga zu verzeichnen haben, wurden in ihrem Wirken effektiv gestört, sodass schlussendlich bis zum Schluss «nur» 27 Schüsse in Richtung Henauer flogen. Offensiv gefiel der EHC ebenso: rasche Umschaltmomente und schöne Spielzüge wussten zu gefallen. Zugute kam Basel auch die frühe Führung durch Stukel im Powerplay. Fatton konnte zuvor den Weitschuss von Supinski nicht weit genug abwehren. Erst nach und nach fanden die Gäste über den Kampf zu ihrem Spiel – doch Basel hielt dagegen.
Wildes Mitteldrittel: Traumkombinationen, Video-Reviews und ein Eigentor
Der EHC machte zu Beginn des Mitteldrittels dort weiter, wo er im Startabschnitt aufgehört hatte. Guggenheims Geschoss ging knapp darüber. Dann erläuft sich Schweri den Puck, spielt zurück zu Stukel, der direkt weiterleitet zu Supinski. Ein schön herausgespieltes 2:0. Basel versuchte das Momentum zu nutzen und war nun nahe am dritten Treffer – der dann dem Jubel von Liniger zur Folge auch fiel. Die Überprüfung auf Video bestätigte den Entscheid auf dem Eis jedoch: «No Goal». Fatton konnte die Scheibe gerade noch auf der Torlinie behändigen. Wie aus dem Nichts fiel im Anschluss das 1:2 durch Albis mit einem Weitschuss; Henauer konnte den Schuss nicht kommen sehen. Ein unerlaubter Körperangriff von Barbei sorgte danach für eine gut gefüllte Strafbank – er selbst musste für sieben Minuten raus. Und diese hatten es in sich: Zuerst verpasste Brügger einen möglichen Shorthander, danach wurde es hektisch vor Henauer, das Spiel lief jedoch weiter. Bei der nächsten Unterbrechung folgte der nächste Video-Review. Nach minutenlangem Diskutieren der Schiedsrichter lautete der Entscheid: «Goal». Guggenheim kratzte die Scheibe eine Millisekunde zu spät von der Torlinie – 2:2. Basel liess sich vom Ausgleich jedoch nicht beirren und stellte die Führung knapp zwei Minuten später in Unterzahl wieder her. Liniger und Kummer profitierten von einem Wechselfehler des HCS und einem Eigentor. Es ging weiter hin und her. Henauer konnte sich mehrfach mit tollen Paraden auszeichnen – wie auch sein Gegenüber.
Basel fehlte nur eine Minute für Platz Zwei
Gerade bei den zwei Basler Powerplays Ende zweites und Anfang drittes Drittel hielt Sierres Rückhalt Fatton sein Team mit starken Paraden bei den Möglichkeiten von Stukel und Kummer im Spiel. Basel schien die Partie im Griff zu haben und die Führung über die Zeit bringen zu können. Dann entwischt der Liga-Topscorer Asselin, den man bis dahin gut im Griff hatte, bei einem schnellen Gegenangriff doch einmal und erzielt kaltblütig den Ausgleich. Doch nur 15 Sekunden später kann Stukel im Liegen den Vorsprung wieder herstellen. Die Walliser riskierten nun alles und drückten auf den Ausgleich. Bougro verpasste dabei das leere Tor ebenso wie Liniger, als sein Schuss auf das verwaiste Sierre-Tor gerade noch geblockt werden konnte. Weiter ohne Torhüter und dafür mit einem sechsten Feldspieler gelang den Gästen durch den Weitschuss von Montandon dann 56 Sekunden vor Schluss doch noch der Ausgleich.
Happy End für Sierre
Auch in der Verlängerung wollte die Scheibe nicht für Basel laufen, das sich den Sieg verdient hätte. Basel erhielt durch Supinski die erste Chance, als er allein vor Fatton auftauchte. Dann traf Asselin für Sierre die Latte. Besser machte es schliesslich Bougro mit dem Siegtreffer. Basel konnte damit seine Aufholjagt nach einem schwierigen Saisonstart mit vielen Verletzten nicht krönen. Die Form stimmt jedoch, was Hoffnung auf die Playoffs macht. Denn jetzt fängt alles wieder bei Null an.
EHC Basel – HC Sierre 4:5 n.V. (1:0, 2:2, 1:2, 0:1)
St. Jakob Arena Basel - 2960 Zuschauende
Schiedsrichter: Michael Fritschi, Daniel Schüpbach; Christoph Pitton, Pascal Nater
Strafen: 4 mal zwei Minuten plus 1 mal 5 Minuten (Barbei, Unerlaubter Körperangriff) gegen Basel; 5 mal zwei Minuten gegen Sierre
Bestplayer Saison: Stukel (Basel); Asselin (Sierre)
Bestplayer Spiel: Stukel (Basel); Albis (Sierre)
Torschüsse: Basel 24 Sierre 27 (9:7, 8:13, 6:5, 1:2)
Tore: 2. Stukel (Supinski, Brügger) 1:0. 21. Supinski (Stukel, Schweri) 2:0. 24. Albis (Berthoud) 2:1. 29. Cjunskis 2:2. 30. Kummer (Liniger) 3:2. 56. Asselin (Halbgewachs) 3:3. 57. Stukel (Schweri, Supinski) 4:3. 60. Montandon (Asselin) 4:4. 62. Bougro 5:4.
Bemerkungen: Spiel 20 Minuten später angefangen (Sierre im Stau). 61. Lattenschuss Asselin.
EHC Basel: Henauer (ET: Haller); Guggenheim, Nater; Zubler, Aeschbach; Bircher, Bachofner, Aeschlimann; Stukel, Supinski, Schweri; Barbei, Kummer, Rossi; Brügger, Schläpfer, Schaub; Liniger, Rexha, Hamr; HC: Eric Himelfarb. AC: Yves Sarault. Basel ohne: Häfliger, Landskroner, Rhyn, Füllemann, Huber, Moser, Schenk, Serkins.
HC Sierre: Fatton (ET: Giovannini); Maurer, Völlmin; Albis, Montandon; Mazzola, Berthoud; Higgins; Halbewachs, Asselin, Mansueto; Patry, Kast, Bougro; Vouillamoz, Cjunskis, Riat; Veckaktins, Privet, Lee; Prevate. HC: Chris McSorley.
Weitere Spiele: Bellinzona – Thurgau 2:0. Chur - Olten 5:1. Visp – GCK Lions 4:3 n.V. Winterthur – La Chaux-de-Fonds. 0:4.
Rangliste: 1. Sierre (50 Spiele, 108 Punkte). 2. Thurgau 50/93. 3. Visp 50/93 4. La Chaux-de-Fonds 50/92. 5, Chur 50/91. 6. Basel 50/91. 7. Olten 50/75. 8. GCK Lions 50/71. 9. Winterthur 50/52. 10. Bellinzona 50/34. 11. Arosa 50/25.
Highlight-Video
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Interview
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Zuschauende
Torschüsse
(9:7, 8:13, 6:5, 1:2)
Bestplayer
#10 Jakob Stukel








